Straubenhardt. Viele Vereine plagen ganz ähnliche Sorgen. Motivierter Nachwuchs ist Mangelware. Die ehrenamtlichen Aufgaben sind auf wenige Schultern verteilt. Die einzelnen Vereine einer Gemeinde machen sich gegenseitig Konkurrenz. Doch obwohl viele Vereine mit den gleichen Problemen kämpfen, kämpfen sie nicht miteinander, sondern alle für sich allein.

In Straubenhardt könnte sich das bald ändern. Darauf hofft zumindest Grit Peter vom Bürgerschaftlichen Engagement. Sie hat die Initiative "Gesund und munter in Straubenhardt" ins Leben gerufen und kürzlich in der Villa Kling bei einer Informationsveranstaltung vorgestellt. Das Ziel: Die über 120 Vereine in der Gemeinde zusammenzubringen, eine gemeinsame Ebene zu finden und schließlich miteinander an Projekten zu arbeiten. Was für Projekte das sein können, das sollen die Vereine bei zwei Workshops selbst erarbeiten. Grundidee ist, dass die Vereine ein Netzwerk bilden und enger zusammenarbeiten.

Zwar hatten bei der Infoveranstaltung nur zehn Vereinsvertreter den Weg in die Villa Kling gefunden, diese steckten dafür aber voller Tatendrang. "Wie können die Institutionen die Bürger besser informieren?", war etwa eine Frage, die alle Vereine bewegte.

Doch Annette Kurth, die den Prozess als Moderatorin begleitet, vertröstete die Anwesenden auf die Workshops im November. Zunächst soll eine Bestandsaufnahme der Vereine und ihrer Angebote in Straubenhardt gemacht werden. Am Freitag, 23. November, von 16 bis 20 Uhr und am Samstag, 24. November, von 10 bis 14 Uhr soll es dann in den Workshops konkreter werden.

"Dann wollen wir Themenfelder für eine Zusammenarbeit finden", sagte Kurth. Bis dahin hofft sie, auch noch mehr Mitstreiter für das Projekt zu finden. "Fungieren sie als Multiplikator", rief sie die Anwesenden auf, in ihrem Bekanntenkreis für die Zukunftswerkstatt zu werben. Denn schon im Januar 2013 soll mit der Umsetzung der ersten Ideen begonnen werden, die in den Workshops erarbeitet werden.