Straubenhardt Baupläne für Einkaufszentrum genehmigt
Schwarzwälder-Bote, 05.05.2012 08:00 Uhr
Seniorengerechte Wohnungen hat die Firma Tico unter anderem schon in Tiefenbronn und Würm gebaut. In Straubenhardt hat sie sich bei der jüngsten Gemeinderatssitzung vorgestellt.Foto: Schwarzwälder-Bote
Straubenhardt-Conweiler. In Conweiler tut sich etwas in den nächsten Jahren. Vor allem im Gewerbegebiet Hube und dem direkt angrenzenden Baugebiet Breite Äcker. Denn außer einem neuen Einkaufszentrum könnte dort bald auch eine weitere Wohnanlage für Senioren entstehen.
In der jüngsten Gemeinderatsitzung genehmigten die Räte die Baupläne für das neue Einkaufszentrum, das die Firma Günther Lehmann auf dem mehr als 12 000 Quadratmeter großen Gelände an der Benzstraße errichten will. Dort sollen ein Bekleidungsgeschäft mit Geschenkeshop, ein Biomarkt, ein Schuhladen, ein Spiel- und Schreibwarenladen, ein Schmuckgeschäft, ein Reisebüro und ein Friseur entstehen. Außerdem sollen zwei Bankfilialen und ein Café untergebracht werden. Insgesamt ist eine Verkaufsfläche von rund 2400 Quadratmetern vorgesehen. Zulässig wären sogar 2750 Quadratmeter gewesen. Diesen Kompromiss hatte die Gemeinde im Streit um den Drogeriemarkt auf der Wilhelmshöhe in Neuenbürg ausgehandelt. Gebaut werden kann erst, wenn das Landratsamt Enzkreis die Pläne abgesegnet hat.
In der Nähe des Einkaufszentrums – direkt neben der Seniorenwohnanlage "Haus Wiesengrund" – könnte außerdem ein Mehrgenerationenhaus entstehen. Bereits vor einem Jahr hatten die Straubenhardter Gemeinderäte darüber nachgedacht, dort weiteren Wohnraum für Senioren zu schaffen. Denn die 26 Wohnungen im "Haus Wiesengrund" waren schon damals verkauft und bis auf eine auch vermietet. "Wir haben bereits Anfragen nach neuem Wohnraum", hatte der Kämmerer Reinhold Varwig erklärt.
Bei der jüngsten Gemeinderatsitzung stellte sich die Pforzheimer Firma Tico vor. Sie hat unter anderem in Tiefenbronn und Würm bereits Seniorenwohnanlagen gebaut. "Wir wollen keine Häuser haben, die gefüllt sind. Wir wollen Häuser, in denen gelebt wird", erklärten Dorothea Kuhlen und Vera Haueisen von Tico ihr Konzept. Damit dies jedoch gelinge, müsse die Gemeinde zunächst die Bedürfnisse der Bürger analysieren. So sei es sinnvoll, zunächst zu fragen, welche Infrastruktur vorhanden ist und was noch dazuwachsen müsse. Haueisen riet deshalb dazu, die Bürger so früh wie möglich zu involvieren. Dies sei in Form von einer Bürgerversammlung oder über Fragebögen möglich.



