
Von Martin Kistner
Straßberg. Das Wort Sitzung wollte nicht recht passen – die Straßberger Gemeinderäte Gerhard Teufel und Helmut Hartmann kamen am Dienstagabend aus dem Aufstehen, Laufen, Hinsetzen, Aufstehen, Laufen und wieder Hinsetzen gar nicht mehr heraus. Der Grund: Auf der Tagesordnung standen Auftragsvergaben im Bereich Tiefbau, und beide Bauunternehmer hatten in fast allen Fällen mitgeboten – sie waren also befangen und mussten ins Publikum.
Vom gesundheitlichen Ertrag abgesehen hat sich die ständige Bewegung nicht ausgezahlt – beide einheimischen Firmen gingen diesmal leer aus. Kanal und Wasserleitung zwischen der Burgstraße 44 und der Burgstraße 62 werden ausgewechselt; die Tiefbauarbeiten verrichtet für 139 000 Euro die Lautlinger Firma Müller – davon übernimmt das Land rund 20 000 Euro. In den 139 000 Euro sind 4600 Euro für Unvorhergesehenes enthalten; diese werden vom Gesamtbetrag abgezogen, so dass sich die Vergabesumme auf 134 400 Euro beläuft. Die Wasserleitung verlegt für 22 058 Euro die Firma Keimer aus Tigerfeld.
Der Auftrag, auf einem 120 Meter langen Abschnitt der Roßbergstraße eine neue Tragdeckschicht aufzubringen, ging an die Firma Rundel aus Ostrach – ihr Angebot beträgt 9710 Euro – , die Order, in der Ringstraße und im Mündungsbereich von Bohl-, Bahnhof- und Lindenstraße einen Dünnschichtbelag zu verlegen, an die Hettinger Firma Kindler. Ihr Angebot beläuft sich auf 39 413 Euro. Alle Vergabesummen liegen unter den Kostenvoranschlägen – teilweise beträchtlich.
Ausgeschrieben werden kann nun die Toilettensanierung im Kindergarten; die Kosten dafür werden mit 45 200 Euro veranschlagt. Die ursprünglich geplante Flachdachsanierung unterbleibt, weil das Dach intakt ist.
In der ehemaligen Kochschule sollen Erd- und Kellergeschoss sowie der Speicher neue Kunststofffenster – 29 an der Zahl – bekommen. Architekt Daniel Hotz veranschlagt die Kosten mit 38 500 Euro.