Von Lorenz Hertle

Straßberg. Die Druckwasserleitung vom Wasserwerk zum Niederzonenbehälter wird für rund 100 000 Euro saniert. Dazu wird ein Polyethylen-Rohr in die alte schadhafte Gussrohrleitung eingezogen.Dem hat der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung zugestimmt. Durch den aggressiven Boden im Bereich Schmittenwiesen, wo früher Landwirtschaft betrieben wurde, entstehen Löcher in der Wasserleitung. Der letzte Rohrbruch ereignete sich laut Bürgermeister Manfred Bopp vor zwei bis drei Wochen. Zudem sei diese Leitung rund hundert Jahre alt.

Eine Möglichkeit der Sanierung wäre nach Angaben vonBauingenieur Peter Czerwenka das Aufgraben der Blumen- und Wiesenstraße mit Verlegen eines neuen Rohres. Das würde aber rund 350 000 Euro kosten. Da kommt die Sanierung mittels eines "Inliners" wesentlich billiger. Wie dies vonstatten geht, erläuterte Bernd Kramer von der Firma Wavin dem Gemeinderat. Zunächst werden "Kopflöcher" gegraben, dann wird ein gefaltetes Kunststoffrohr eingezogen und dann mit 128 Grad heißem Dampf erhitzt. Das PE-Rohr legt sich dann an das vorher gereinigte Gussrohr an, wenn Druckluft in die Leitung gepresst wird.

Kopflöcher müssen dort gegraben werden, wo die Leitung einen Knick macht, so Czerwenka. Vorgesehen ist, rund 500 Meter Leitung auszuschreiben – das ist die Länge einer Standard-Trommel. Damit, so Czerwenka, komme die Sanierung von der Blumenstraße bis in den Kanalweg voran. Das Kunststoffrohr hat laut Kramer wegen seiner glatten Innenoberfläche eine bessere hydraulische Leistung als das raue Gussrohr.

Einstimmig beschloss der Gemeinderat, die Sanierungs- und Tiefbauarbeiten auszuschreiben.