Straßberg (mak). Die Straßberger Firma Teufel beabsichtigt, auf ihrem nordwestlich von Straßberg gelegenen Betriebsgelände – genauer: nördlich der Halle für Grüngut und Asche – eine weitere Halle zu bauen, in der Abfälle gelagert, behandelt und umgeschlagen werden sollen. Die Baugenehmigung wurde bereits 2010 vom Landratsamt erteilt; die immissionsschutzrechtliche Genehmigung erfordert die Zustimmung der Gemeinde. Die hat der Gemeinderat am Dienstag erteilt.

Bei den gelagerten Abfällen handelt es sich um Bauschutt, Boden, Beton, Metallschrott, Gleisschotter, Altholz, faserhaltige Stoffe, Asche, Asphalt und Straßenkehrricht. Diese Stoffe, die teilweise mit Schadstoffen versetzt sein können, werden trocken gelagert; die Lagermengen von Boden, Bauschutt und Beton betragen nach Angaben der Gemeinde jeweils rund 20 000 Tonnen im Jahr.

Die Stoffe werden aufbereitet und danach der Wiederverwendung zugeführt; belastetes Material, etwa Teer, Dachpappe, belastetes Holz, Gips und Schrott, werden ausgesondert und kommen auf Spezialdeponien.

Die Gutachten, die über das Projekt erstellt wurden, kommen laut Gemeinde zum Ergebnis, dass weder Lärm- noch Geruchs- oder Staubimmissionen unüberwindliche Hindernisse darstellen: Die Lärmgrenzwerte würden nicht überschritten, die auf den Freiflächen umgeschlagenen Stoffe seien in punkto Geruch unauffällig, und der durch die Anfahrt der Laster und die Verarbeitung der Stoffe entstehende Feinstaub könne durch regelmäßiges Kehren, Befeuchtung und den Einsatz von Nebelkanonen in Schach gehalten werden. Feuergefahr bestehe lediglich bei Altholz und Asphalt, allerdings seien auch diese Materialien schwer entflammbar, und dass Risiko lasse sich durch Einhaltung von Mindestabständen und den Wechsel von Lagerboxen mit brennbarem und nicht brennbarem Material minimieren.