Straßberg Es sind nur noch acht Nischen frei
Schwarzwälder-Bote, 25.05.2012 00:01 Uhr
Viele Straßberger entscheiden sich für eine Feuerbestattung – die Nischen der Urnenstelen sind bis auf acht Stück voll. Foto: DeckertFoto: Schwarzwälder-Bote
Von Martin Kistner
Straßberg. Die Nischen der Urnenstellen auf dem Straßberger Friedhof füllen sich schneller als erwartet. Jetzt sollen weitere Stelen gebaut werden.
Auch im katholischen Straßberg ist die Feuerbestattung auf dem Vormarsch – und entgegen den Erwartungen der Gemeindeverwaltung scheinen die Straßberger ein Faible für die Bestattung in Stelen zu haben: Platten- und Blumenurnengräber scheinen, wie Bürgermeister Manfred Bopp gestern dem Gemeinderat berichtete, nicht annähernd so beliebt zu sein. In den bestehenden Stelen auf dem Straßberger Friedhof wurden 2010 15 Nischen belegt, 2011 weitere zwölf und 2012 bereits sieben – jetzt sind noch acht übrig. Die werden, wenn der Trend anhält, nicht mehr lange genügen. Es müssen neue her.
Unter diesen Umständen will die Gemeindeverwaltung rasch eine Planung für neue Stelen auf den Weg bringen, um im Bedarfsfall gerüstet zu sein und kurzfristig ausschreiben zu können. Der derzeit gültige Friedhofsplan sieht vor, die bestehende Reihe von fünf Stelen einfach in Richtung Südosten fortzuführen, aber diese Idee gefällt der Verwaltung inzwischen nicht mehr, weil die Stelenflucht den Friedhof optisch in zwei Teile zerschneiden würde. Sie hat deshalb beim Albstädter Büro Czwerwenka eine Alternative in Auftrag gegeben. Das Ergebnis: Statt eines "Stelenriegels" soll ein "Stelenplatz" entstehen, auf dem hinter den fünf noch acht weitere Stelen in zwei Reihen angeordnet werden. Jede Stele bietet Platz für 16 Nischen; damit müsste man eine Weile auskommen. Wie geht es jetzt weiter? Der Gemeinderat wird im Rahmen seiner nächsten Sitzung auf den Friedhof gehen, sich den Stelenplatz in spe ansehen und dann entscheiden. Bis dahin will die Verwaltung die Kosten ermittelt haben. .


