Straßberg (max). Ein neues Fahrzeug will der 1990 gegründete Förderverein der kirchlichen Sozialstation St. Vinzenz anschaffen. Das hat der Vorsitzende, Bürgermeister Manfred Bopp, bei der Mitgliederversammlung mitgeteilt. Das derzeitige Fahrzeug sei sieben Jahre alt, und es müsse mit größeren Reparaturen gerechnet werden.

Ansonsten habe es in den vergangenen zwei Jahren "keine besonderen Vorkommnisse" gegeben. Die Straßberger sollten, so Bopp, nicht erst dann Mitglied im Förderverein werden, wenn Leistungen in Anspruch genommen werden. Schriftführer Bodo Findeisen bestätigte die Ausführungen des Vorsitzenden. Die vergangenen zwei Jahre seien in normalen Bahnen verlaufen. Dahinter stecke der unermüdliche Einsatz der Helfer mit Gabriele Bopp an der Spitze. Sie berichtete, dass 2011 noch fünf Helferinnen im Einsatz waren, die Personen zu Hause betreut haben. Dafür wurden 603 Stunden aufgewendet. 2012 gab es einen starken Einbruch, sowohl in der Betreuung als auch bei Essen auf Rädern. Die Zahl der Helferinnen habe sich auf nur noch zwei reduziert. Martha Böhringer und Renate Strobel hätten "über das Normale hinaus" Personen betreut und begleitet – bis zur Übersiedlung ins Pflegeheim oder gar bis zum Tod. Beide möchten sich nun zurückziehen und sich mehr um ihre Familien kümmern.

Von November 2010 bis Oktober 2011 wurden laut Gaby Bopp 6833 Essen ausgefahren. Im gleichen Zeitraum bis Oktober 2012 waren es nur noch 4670 Essen, dafür wurden 428 (694) Stunden aufgebracht. Trotzdem sei dies kein Grund zur Panik. 2012 sind laut Bopp 15 Personen gestorben oder ins Pflegeheim umgezogen. Kassiererin Jutta Seßler berichtete trotz Rückgangs der Mitglieder auf 264 von einem positiven Bestand. In seinem Schlusswort rief Manfred Bopp dazu auf, Werbung für den Förderverein zu machen: "Jeder kann ihn einmal gebrauchen." Wer Zeit habe, könne als Fahrer oder in der Nachbarschaftshilfe mitarbeiten. Für die gute Zusammenarbeit dankte Bopp Regina Grünwald und Berthold Stroppel von der Sozialstation St. Vinzenz, dem Altenpflegeheim und der Küche in Mengen.

Geschenke erhielten die Fahrer Werner König, Agathe Ewinger, Magdalena Löffler, Karl Hermann Neuburger, Kurt Buchwald und Siegfried Güntner, die Helferinnen Martha Böhringer, Karin Werner, Renate Strobel, Johanna Korzak und Jessica Moser sowie von der Sozialstation Rita Knobel, Katharina Schwab, Maria Sigg-Huber und Joana Kawecki. Herbert Lorenz würdigte zum Schluss die Arbeit von Manfred Bopp, der nun schon seit 18 Jahren als Vorsitzender den Verein erfolgreich führt. Gelungener Abschluss war der Filmvortrag "Straßberg damals und heute – Veränderungen im Ortsbereich" von Wolfgang Born.