Stetten am kalten Markt Albkaserne gibt Einblick

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Das Militär im Wandel der Zeiten: Soldaten in historischen Uniformen waren beim Tag der offenen Garnison in Stetten a. k. M. ebenso zu sehen wie Panzer, die Schweizer Kavallerieschwadron und technisches Gerät. Foto: Grimm

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Stetten a. k. M. - Fast mehr noch als von den Militärfahrzeugen waren die zahlreichen Besucher des Tages der offenen Garnison im Lager Heuberg von der historischen Kavallerieschwadron aus der Schweiz angetan.

Die Gäste nutzten die Chance, sich über die 100 Jahre umfassende Geschichte und die heutige Situation des Militärstandortes Stetten und des Truppenübungsplatzes zu informieren. Auch das Bundeswehrdienstleistungszentrum, früher Standortverwaltung, und die Truppenübungsplatzfeuerwehr hatten Grund zum Feiern, denn beide Einrichtungen blicken auf 50 Jahre ihres Bestehens zurück.

Ein Höhepunkt war die um die Mittagszeit veranstaltete historische Militärparade. Angeführt durch eine original ausgerüstete Fußtruppe vom Beginn des 20. Jahrhundert und begleitet von Krankenschwestern in Uniformen aus dieser Zeit, folgte im Zug "Schweizer Kavallerieschwadron von 1972" mit mehr als 80 Pferden, die schon beim Festakt Spalier gestanden hatte. Privatpersonen haben es sich zur Aufgabe gemacht, die Reitertruppe möglichst lange und originalgetreu zu erhalten, um Militärgeschichte lebendig nachvollziehbar zu machen. Dazu hatten die Schweizer ein Zeltlager in unmittelbarer Nähe der ehemaligen Pferdeställe aufgeschlagen.

Originaler Feldgeschirr-Blechnapf

In der Feldküche bereitete man "echte schweizerische Feldkost" zu – serviert in originalem Feldgeschirr-Blechnapf. Diese lebendige Militärhistorie stieß bei den Besuchern auf so viel Begeisterung, dass es die Schweizer nicht fassen konnten: "Wir haben hier soviel Herzlichkeit, Wärme und Freundlichkeit erfahren, wie ich es nicht für möglich gehalten habe", sagte ein alter Feldkoch, der "Hörnli mit Hackfleisch" kochte. "Da muss ich erst 70 Jahre alt werden, um das zu erleben." Den Reitern folgten im Zug Militärfahrzeuge verschiedener Epochen und Nationen, wobei der moderne Kampfpanzer Leopard das Schlusslicht bildete.

Den Tag über umringten Zuschauerpulks Vorführungen verschiedener Einheiten. Da bekämpfte die Truppenübungsplatzfeuerwehr Großbrände und zeigte technische Hilfeleistungen. Das Zentrum für Kampfmittelbeseitigung demonstrierte die Arbeit der Spürhunde, das Bundesforstamt zeigte die Waldarbeit im Wandel der Zeit, die Feldjäger die waffenlose Selbstverteidigung, und die Geländebetreuungsstelle informierte über die Ökologie des Truppenübungsplatzes.

Langeweile kam auch beim Nachwuchs nicht auf: Die Kinder durften sich neben anderem in der Fernsteuerung von Sprengstoff-Robotern versuchen und auf der Schießbahn 4 im Panzer mitfahren.

 
 
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