Von Karl-Peter Neusch Stetten a. k. M.-Frohnstetten. In das seit der Schließung der Frohnstetter Grundschule im vergangenen Jahr leer stehende Schulgebäude wird zum Beginn des nächsten Jahres wieder Leben einkehren. Künftig sollen in den angemieteten Räumen Kinder ab vier Jahren, aber auch Jugendliche und Erwachsene in verschiedenen Kampfsportdisziplinen, vornehmlich Karate, unterrichtet und trainiert werden.

Initiator Jürgen Fehrenbacher stellte das bereits in Fridingen/Donau praktizierte Konzept bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung den Bürgervertretern detailliert vor. Neben der Unterweisung in die fernöstlichen Kampftechniken stehe vor allem die Charakterschulung und die Förderung der Körperkoordination im Vordergrund. Vor allem bei Kindern mit Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen habe die Vermittlung von Geduld und Eigendisziplin sowie die gezielte Stärkung der Konzentrationsfähigkeit schon beachtliche Erfolge gebracht.

Nachdem laut Fehrenbacher ein solches Kampfsportangebot im Raum Stetten a. k. M./Schwenningen fehle, wäre der Bedarf und die Nachfrage nach seiner Einschätzung gegeben. Auch Kooperationen mit Kindergärten und Schulen stehe er offen gegenüber. Als Trainer fungieren ausgebildete und qualifizierte Kampfsportler aus der Region.

Geplant ist, nach einer gewissen Anlaufphase zur Organisation des Übungsbetriebes einen örtlichen Kampfkunstverein mit dem Namen "Budokan Heuberg" zu gründen und sich fest in der Vereinsstruktur der Gemeinde zu etablieren. In einem ersten Schritt wird ein großer Übungsraum im Erdgeschoß eingerichtet, die ursprünglich als Lehrer und Rektoratszimmer genutzten Zimmer werden zu Umkleideräumen umfunktioniert. Zunächst werden wohl zwei Übungsabende pro Woche angeboten, was aber wie die Zahl der Übungsräume je nach Interesse und Zulauf sukzessive erweitert werden kann. Beeindruckt von der Konzeptionen stimmte der Ortschaftsrat einmütig der angefragten Vermietung der Schulräume zu.

Ortsvorsteherin Margarete Bantle zeigte sich erfreut, dass die lange Zeit des Leerstehens für die Gemeindeimmobilie vorbei ist.