Steinach Neubau soll ans Wärmenetz

Schwarzwälder-Bote, 27.06.2012 21:00 Uhr

Von Niels Seehase Steinach. Bei der Bürgerversammlung am Montagabend hat Bürgermeister Frank Edelmann (CDU) auch über das geplante Nahwärmenetz in der Steinacher Ortsmitte informiert. Angeschlossen werden könnte auch ein an der Schulstraße geplanter Neubau.Auf der Karte, die Frank Edelmann bei der Versammlung in der Aula der Steinacher Schule präsentierte, ist dieses Gebäude schlicht als "Wohnhaus" ausgewiesen. Dahinter verbirgt sich ein Projekt, das Gemeinde und Lebenshilfe gemeinsam realisieren könnten – ein Haus, in dem Senioren und behinderte Menschen unter einem Dach zusammen leben.

Es gebe Überlegungen, ein solches Vorhaben auf dem Gelände des ehemaligen Feuerwehrgerätehauses und des früheren Minigolfplatzes umzusetzen, sagte der Bürgermeister. Ältere Bürger und behinderte Menschen, die in der Lage sind, ihren Alltag selbstständig zu meistern, könnten in dem Neubau ein Heim finden, erklärte Edelmann.

Nach den ersten Planungen könnten dort acht bis zwölf barrierefreie Wohnungen für Senioren und zehn bis zwölf Wohnungen für Behinderte entstehen. Ob es soweit kommt, ist aber noch längst nicht sicher. "Wir wissen noch nicht, ob das klappt", sagte das Steinacher Gemeindeoberhaupt. Die weitere Entwicklung hänge von viele Faktoren ab. So müsse die Lebenshilfe ihren Wohnungsbedarf mit dem Land abstimmen.

Bei der Bürgerversammlung unterstrich Edelmann sein grundsätzliches Interesse an dem Projekt. Falls die Kooperation mit der Lebenshilfe nicht möglich sei, wird auf der Fläche trotzdem neu gebaut – allerdings "etwas reduziert", wie der Bürgermeister gestern auf Nachfrage des Schwarzwälder Boten erklärte. "Nach nochmaliger Abstimmung soll eine Entscheidung zur Umsetzung in der Gemeinderatsitzung am 24. Juli fallen", teilte Frank Edelmann mit.

Wie auch immer der Neubau am Ende aussieht, er wird auf jeden Fall in das geplante "Nahwärmenetz Ortsmitte" integriert werden. Darüber sollen zunächst auch die Schule, das Rathaus und die alte Post mit Wärme versorgt werden. Private Abnehmer könnten ebenfalls angeschlossen werden, machte der Bürgermeister bei der Versammlung deutlich. Die Badenova werde entsprechende Untersuchungen einleiten, wo Potenzial für ein Nahwärmeanschluss vorhanden sei.

Auf die Nachfrage eines Bürgers, warum die alte Post an das Nahwärmenetz angeschlossen werden müsse, verwies Frank Edelmann auf die kaputte Heizung in dem Gebäude. "Da müssen wir was machen." Der Aufwand dafür sei überschaubar, betonte der Bürgermeister. Er verwies darauf, dass während der geplanten Sanierung des Rathauses die Gemeindeverwaltung vorübergehend in die alte Post ziehen müsse.

 
 
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