
Steinach (gm). Bei der Hauptversammlung der Steinacher Mitgliedergruppe des Historischen Vereins konnte auf ein sehr gutes Museumsjahr 2011 zurückgeschaut werden.
Nach Eröffnung der Versammlung im Steinacher Gasthaus Rose berichtete Schriftführer Bernd Obert zunächst über die Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr. Neben der Teilnahme an verschiedenen Veranstaltungen organisierte der Verein in Eigenregie einen Ausflug nach Freiburg mit Stadtführung und Besuch des Augustinermuseums sowie einen geselligen Abend mit den Museumsbetreuern. Seit vielen Jahren ist auch die Gemeinschaftswanderung mit dem Verschönerungsverein "Auf historischen Pfaden" fester Bestandteil des Vereinsprogramms.
Bernd Obert gab auch einen detaillierten Bericht über das Heimat- und Kleinbrennermuseum Steinach. In der vergangenen Saison lief die Sonderausstellung zum Thema "Alte Obstsorten in der KulturlandschaftStreuobstwiese". In der Sonderausstellung an den vier Adventssonntagen wurden kleine und große Weihnachtskrippen ausgestellt. Insgesamt war das Museum 2011 an 63 Tagen geöffnet.
Mit Einsätzen und Museumsbetreuung leisteten Vereinsmitglieder insgesamt 400 Arbeitsstunden. 963 Besucher wurden im vergangenen Jahr im Museum gezählt, davon 608 Erwachsene und 355 Kinder. Das ist eine Steigerung von 116 Gästen gegenüber dem Vorjahr.
Xaver Rockenstein, stellvertretender Bürgermeister von Steinach, dankte dem Verein im Namen der Gemeinde. Man sei stolz auf das ehrenamtliche Engagement der Historiker in der Kultur- und Heimatpflege. Xaver Rockenstein sprach auch die Renovierung der Schneekapelle an. Auch dafür leiste der Historische Verein seinen Beitrag.
Im Blick auf das Jahr 2012 wies Vereinsvorsitzender Peter Schwörer auf die Museumseröffnung am 6. Mai hin. Bis zum 14. Oktober sollen dann dort die Pforten offen stehen. Eine Sonderausstellung sei auch wieder geplant, deren Thema vorbereitet werde.
Abgerundet wurde die Versammlung mit dem Vortrag "Wie Maler den Schwarzwald sahen und sehen". Der Vorsitzende des Hasemann-Liebich-Museums Gutach, Jean-Philippe Naudet, gab zunächst einen Einblick in den Kunstverein, der 140 Mitglieder zählt. In seinem Diavortrag wolle er bewusst Bilder zeigen, die von inzwischen verstorbenen Künstlern gemalt wurden. Vornan standen Gemälde der in Gutach wirkenden Maler Hasemann und Liebich. Aber auch die Werke anderer Maler, unter anderem der Haslacher Otto Laible und Carl Sandhas, des Hausachers Eugen Falk-Breitenbach und des Schiltachers Eduard Trautwein, wurden vorgestellt.
Dabei wies der Referent auch auf die Verschiedenheit der Motivgestaltung bei den einzelnen Künstlern hin. Zudem ging er auf verschiedene Mal- und Zeichnungsarten ein. Die Versammlungsteilnehmer waren am Ende begeistert und spendeten herzlichen Applaus.