Steinach-Welschensteinach (gm). Die Aufstellung des Bebauungsplanes Allmend II mit seinen planungsrechtlichen Festsetzungen war Thema der Gemeinderatssitzung am Montagabend. Vorgestellt wurde er von Kerstin Stern und Matthias John vom Ingenieur-Büro Kappis und Alfred Winski.

Kerstin Stern erläuterte den Bebauungsplan, in den sechs Gutachten eingearbeitet wurden und der sich aus dem Flächennutzungsplan entwickelt mit einer Fläche von 6175 Quadratmetern. Die Gesamtkonzeption sieht für das Plangebiet eine U-förmig angelegte Erschließung in Form einer Stichstraße vor. So können acht Bauplätze angebunden werden. Der Schwerpunkt liegt bei Einzelhausbebauung, mit maximal zwei Wohneinheiten, bei einer Doppelhausbebauung ist die Zahl der Wohneinheiten auf eine Einheit je Doppelhausfläche beschränkt. Die Grundstücksgrößen liegen zwischen 420 und 670 Quadratemter.

Im Bereich der geplanten Bebauung werden aufgrund des Kraftfahrzeugverkehrs auf der L 103 generell die Immissionswerte bei Tag und Nacht eingehalten, hieß es in der Sitzung. Aktive Schallschutzmaßnahmen wie eine Lärmschutzwand oder ein Lärmschutzwall entlang der L 103 seien nicht erforderlich.

Die drei der Talstraße nächstgelegenen Bauplätze befinden sich laut Gutachten zum Teil im Lärmpegelbereich III, die Außenflächen schutzbedürftiger Räume müssen daher eine hinreichend hochwertige Luftschalldämmung ausweisen. Matthias John vom Ingenieur-Büro Kappis erläuterte das Ergebnis des kombinierten Regenrückhalte- und Versickerungssystems, bei dem über den Hauptkanal eine direkte Einleitung in den Welschensteinacher Bach möglich ist.

Eingriffe in die Natur werden ausgeglichen

Winski beleuchtete den Grünordnungsplan, bei dem durch die Bebauung des Plangebiets Eingriffe in Natur und Landschaft erfolgen werden, die es auszugleichen gilt. Dieser Ausgleich kann laut Winski nicht komplett im Geltungsbereich des Bebauungsplans erbracht werden. Es wird daher das Ökokonto der Gemeinde Steinach herangezogen, und zwar eine Wiesenfläche oberhalb des Dorfkerns von Welschensteinach.

Die Räte stimmten den Plan zu und beschlossen einstimmig die frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit in einer einmonatigen Planauflage. Zudem wurde die Verwaltung beauftragt Behörden und sonstige Träger öffentlicher Belange zu unterrichten.

In der Diskussion ging Gemeinderat Xaver Rockenstein auf die Rückhaltemöglichkeit ein. Rätin Irmgard Spitz sprach das Lärmschutzgutachten und dessen günstiges Ergebnis an, und bat darum den Gerüchten der Bevölkerung entgegenzutreten, dass die Messungen nur nachts erfolgt seien.

Bürgermeister Edelmann gab gern Auskunft. Die Messungen wurden am 19. April 2011 in der Zeit von 8.50 bis 9.10 Uhr und 13.35 bis 17.10 Uhr an zwei Messpunkten vorgenommen.