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St. Georgen "Wenn eine Diva kommt, ist das nix"

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Manuela Weichert (links) und Lena Rosenberger starten in eine technische Ausbildung bei J.G. Weisser Söhne. Foto: Kauffmann Foto: Schwarzwälder-Bote

Das hat es bei J. G. Weisser Söhne noch nicht gegeben: Erstmals sind mehr als die Hälfte der neuen Auszubildenden weiblich – und das in technischen Berufen, die sonst eher Männersache sind. Für den hohen Frauenanteil gibt es zwei gute Gründe.

St. Georgen. "Wir wollen neue Wege gehen und aus dem alten Trott herauskommen", das betont Andreas Hilpert, Ausbildungsleiter für technische Berufe beim St. Georgener Maschinenbauer J. G. Weisser Söhne. Sechs junge Frauen starteten Anfang September seiner Lehrwerkwerkstatt in ihre Ausbildung in einem der vier technischen Berufe: Elektroniker, Industriemechaniker, Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker.

"Mein Vater hat zu mir gesagt, ich soll doch mal einen Männerberuf machen", erzählt Lena Rosenberger. "Im ersten Moment, denkt man schon, ›oh mein Gott‹", doch sie entscheidet sich, es zu probieren: Drei Tage schnupperte sie ins Unternehmen J. G. Weisser Söhne in St. Georgen. "Danach war ich begeistert. Man muss das erst mal machen, bevor man gegen einen Männerberuf ist."

Sie und ihre Kollegin, Manuela Weichert, waren "schon überrascht", wie viele Frauen mit ihnen bei J. G. Weisser Söhne eine technische Ausbildung starten: "Da hat man schon gemerkt, dass wir nicht die einzigen weiblichen Wesen hier sind", scherzt Weichert lachend. Wenn es um die Wahl des Berufs gehe, raten die beiden, "weiter zu denken" und Jobs ins Auge fassen, die jenseits der klassischen Frauenberufe lägen.

"Wenn eine Diva kommt, ist das halt nix", sagt Weichert. Angst vor schmutzigen Fingern sollte man lieber nicht haben und hochhackige Schuhe gehörten nicht zu standardmäßigen Arbeitsausrüstung im technischen Bereich. Aufgrund von Praktika wüssten die künftigen Mitarbeiter, was im Arbeitsalltag konkret auf sie zukommt. Nach dem Beginn ihrer Ausbildung lernen Lena Rosenberger und Manuela Weichert, zunächst in der Ausbildungswerkstatt die Grundlagen, bevor sie Hand an die echten Maschinen anlegen.

"Wir haben erstmals so viele Frauen", berichtet Ausbildungsleiter Hilpert. "Warum nicht?", fragt er rhetorisch. "Wir gehen fest davon aus, dass das funktioniert", betont er im Gespräch mit dem Schwarzwälder Boten. Er begründet auch, warum mehr als die Hälfte aller neuen Auszubildenden weiblich ist: "Frauen denken anders, sie und bringen weitere Betrachtungsweisen ein." Auch das gute Betriebsklima würden Frauen weiter verbessern.

Bei den großen Industrie-Unternehmen in St. Georgen starteten im September 38 junge Menschen in eine Ausbildung. Die meisten bewarben sich zuvor auf einen technischen Beruf. 13 Lehrlinge absolvieren ihre Ausbildung bei J. G. Weisser Söhne, zehn von ihnen ergreifen einen technischen Beruf ein weiterer Azubi einen kaufmännischen und zwei absolvieren ein duales Hochschulstudium. Auch bei EBM-Papst begann für viele junge Menschen der Ernst des Lebens: unternehmensweit sind es 116 junge Erwachsene, die in eine Ausbildung oder ein duales Studium starteten, davon 16 am Standort St. Georgen: Neun machen eine technische und zwei eine kaufmännische Ausbildung. Weitere fünf absolvieren ein duales Studium. Bei Schmidt Technology starten neun junge Menschen in die Ausbildung zur Industriekauffrau, Industriemechaniker, Mechatroniker und Zerspanungsmechaniker.

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