St. Georgen Unternehmen investiert Millionen in Standort

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Thorsten Rettich zog ein positives Geschäftsresümee für die Werkzeugmaschinenfabrik J. G. Weisser Söhne. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stephan Hübner

St. Georgen. Über ein erfolgreiches Jahr berichtete Geschäftsführer Thorsten Rettich bei der Ehrung der Arbeitsjubilare der Werkzeugmaschinenfabrik J. G. Weisser Söhne in St. Georgen.

"Was haben 51 Millionen Eiskugeln mit dem Unternehmen zu tun?", fragte Rettich. Diese würden dem Gewicht der 147 im vergangenen Geschäftsjahr ausgelieferten Maschinen entsprechen. Der Auftragseingang lag 2014/15 mit 121 Millionen Euro auf hohem Niveau und sei der höchste der Unternehmensgeschichte. Die Nachfrage aus dem Binnenland und dem europäischen Wirtschaftsraum habe zugenommen. Hauptabsatzmärkte seien China, Schweden, Mexiko, Türkei und die USA. Die Auftragsbücher seien für elf Monate voll. Das komme nicht von ungefähr, sondern hänge mit dem großen Engagement der Mitarbeiter zusammen, lobte Rettich. Der Umsatz entspreche mit 97 Millionen Euro dem Plan. Die Ausbildungsquote lag bei 9,5 Prozent.

2015 nahm eine chinesische Tochtergesellschaft mit acht Mitarbeitern die Tätigkeit auf, ebenso wie der neu gegründete Beirat mit Nikolaus Gräf sowie den ehemaligen Geschäftsführern Helmut Weisser und Horst Rettich. Es habe einen Großauftrag für 36 Maschinen von einem chinesischen Automobilhersteller gegeben, dem ersten chinesischen Endkunde im Bereich Automotive-OEM.

Für J. G. Weisser Söhne sei es wichtig, sich wie ein Lebewesen evolutionär an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen. Man habe seit 2012 insgesamt 12,7 Millionen Euro in den Standort St. Georgen investiert. Ein Entwicklungsprogramm soll eine neue Führungskultur bringen und Führungskräfte besser einbinden, technologische Weiterentwicklungen die Marktstellung als Lösungsführer festigen. Thorsten Rettich beschrieb Herausforderungen zum Beispiel durch die Euro 6-Abgasnorm und Verbesserungen bei CNC-Technik oder Rotationsdrehen.

Zudem beteilige sich das Unternehmen als Mitstifter an einer Professur zum Thema Industrie 4.0. 2016 stehe auch ein Fest zum 160-jährigen Bestehen des Unternehmens an.

Angesichts von Flüchtlingskrise, Terror, Griechenland, Krieg im Iran oder einem schwächelnden China sprach Thorsten Rettich von bewegten Zeiten und einer Zerreißprobe für die Gesellschaft. Zum einen sei das damit verbundene menschliche Leid dramatisch, zum anderen sorge die Situation für Unsicherheit in der Wirtschaft. Für beides müssten Gesellschaft und Politik schnell Lösungen finden. Die könnten zunächst nur pragmatisch sein. Allerdings müsse man aus der vorherrschenden Lähmung heraus. Alle Staaten müssten als ganzheitliches Europa den Schulterschluss üben. Ein Miteinander könne nur durch die Integration der Menschen in die Arbeitswelt gelingen.

Grußworte kamen von Landrat Sven Hinterseh, Thomas Albiez, Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Bürgermeister Michael Rieger und Betriebsrat Harald Schuder. Alle betonten das Verdienst und das große Engagement des Unternehmens und seiner Mitarbeiter. Erstmals gab es Interviews mit Arbeitsjubilaren. Musikalisch umrahmt wurde die Feier vom Werkschor.

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