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St. Georgen "Über die besondere Wirkung von Gemüse"

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Nach dem Referat gibt es Fragen: Der Vorsitzende Dieter Weißer im Gespräch mit Referentin Gertrud Mellert. Fotos: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

St. Georgen. Auf großes Interesse stieß der Vortrag von Gertrud Mellert von der Fachschule für Landwirtschaft in Donaueschingen. "Über die besondere Wirkung von Gemüse", sprach die Fachfrau und stellte wichtige Gründe für den Gemüseverzehr vor.

20 000 (und damit nur fünf Prozent) Pflanzenarten dienen als Nahrungs- Genuss oder Heilpflanzen oder werden technisch genutzt, rund 1000 Arten werden als Gemüsepflanzen bezeichnet. In Deutschland stünden etwa Hundert Arten in 800 Sorten zur Verfügung, allerdings sind auf den Märkten zumeist maximal 22 Arten vertreten.

"Im Privathaushalt bestreiten 16 Arten den Speiseplan", wusste sie. Der Trend gehe hin zu Fruchtgemüsen wie Paprika, Tomaten oder Auberginen, diverse Salate wie Rukola oder Frisée seien ebenfalls mehr nachgefragt. Dies gehe zu Lasten der sehr gesunden Kohlarten, zugleich gebe es einen starken Anstieg bei den Tiefkühl- und Convenience-Produkten, so die Referentin.

Dabei sei Gemüse mit einem Wasseranteil zwischen 75 und 97 Prozent, einem Kohlehydratanteil zwischen drei und 20 Prozent, wenig Eiweiß und sehr wenig Fett ein ausgezeichneter Lieferant von Ballast- und Mineralstoffen (alle außer Fluorid). Außer B12 seien in den verschiedenen Gemüsen alle Vitamine zu finden, dazu sehr viele bioaktive sekundäre Pflanzenstoffe. Wurzelgemüse und diverse Kohlarten enthielten besonders viele Ballaststoffe, die wichtig seien für eine gute Verdauung und zudem weitere positive Eigenschaften hätten.

Mindestens 30 Gramm pro Tag sollte man zu sich nehmen. Zudem enthielten Gemüsearten mit Kalium, Kalzium und Magnesium wichtige Mineralstoffe, dazu viele sekundäre Pflanzenstoffe mit positiven Eigenschaften, die teils sogar gegen Krebs wirksam seien. Gertrud Mellert wies dabei auf die Träger mit den höchsten Werten hin, wie Broccoli, Tomaten und Karotten.

Nicht zu kurz kam auch die Kartoffel oder die Gurke. Bei der letzteren wies sie darauf hin, dass man bitter schmeckende Gurken nicht verwenden solle – was im Übrigen auch für Zucchini oder Zierkürbisse gelte. Viele der genannten Gemüse seien auch besonders kalorienarm.

Einen besonderen Augenmerk richtete Mellert auf die Kohlarten, vom Rosenkohl über den Grünkohl (der ist mittlerweile auch im Süden der Republik angekommen) hin zu Weißkohl und erneut Broccoli sowie Wirsing und Rotkohl.

Ebenso erwähnte sie die Lauch- und Zwiebelgewächse, die seit rund 5000 Jahren gegen vielerlei Krankheiten sowie "Presten" wirken und Anwendung finden. Nicht jeder mag Knollensellerie wegen des starken Eigengeschmacks, doch enthalte dieser eine optimale Mischung an B-Vitaminen (außer B12) und viele Mineralstoffe. Auch die verschiedenen Karotten, die Pastinake oder der "Spargel des armen Mannes", die Schwarzwurzel, seien hier zu nennen, Rote Bete und Meerrettich ebenso.

Nicht verschweigen wollte sie die Schattenseiten, Manche Gemüse haben hohe Nitratwerte oder hohe Anteile an Oxalsäure. Manche förderten den Wachstum eines Kropfes. Positiv könne sich ein hoher Gemüseverzehr auf Krebs, Herz- und Kreislauf, Diabetes Typ 2, Rheumatoide Arthritis, Asthma, Blutdruck oder Osteoporose auswirken. Allerdings gebe es zwischen den Sorten große Unterschiede an Nährstoffgehalten, beim Kauf habe man kaum Einfluss auf die Anbaumethode. "Die Menge, die Sie verzehren, bestimmt das gesundheitliche Potenzial", betonte sie. Die "Tagesdosis" sollte 600 Gramm (oder fünf Portionen) betragen. Dabei sei bis auf Hülsenfrüchte der Rohverzehr gesünder.

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