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St. Georgen Phonomuseum wird Wandelhalle

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Dirk Altmann begrüßt die Besucher. Foto: Paskal Foto: Schwarzwälder-Bote

St. Georgen. Gespannt waren die zahlreichen Besucher, was das Newears-Ensemble im Phonomuseum bieten würde. Wie angekündigt, sollte manches provokativ und durchaus anstrengend sein.

Das war es jedoch nicht. Organisator Dirk Altmann wünschte bei der Begrüßung, dass er gerne am Schluss Anregungen annimmt. Unter dem Motto "Jenseits der Sicherheit" sei er davon überzeugt, nach dieser ersten Edition in den kommenden Jahren darauf zurückzukommen. Die Violinistinnen Gesa Jenne-Dönneweg und Simone Riniker spielten an verschiedenen Stellen während des Abends Werke von Luciano Berio, wobei das kürzeste gerade einmal 29 Sekunden dauerte. Da war einfach zurücklehnen und genießen erlaubt. Bravo-Rufe nach ihrem letzten Auftritt waren im Publikum zu hören von donnerndem Beifall begleitet.

Da sich im Phonomuseum unzählige Musik erzeugende Geräte befinden, durfte Hedwig Reinl etliche erklingen lassen, so auch das Grammophon mit der Discokugel. Für Schmunzeln sorgte ein gelbes Auto, das auf einer Schallplatte im Kreis fuhr und Schlager spielte. Als aus der Musikbox "Satisfaction" von den Rolling Stones erklang, zog das augenblicklich die jüngeren Besucher an.

E inmaliges Stück für Sängerin

Angelika Luz berichtete auf einer Leiter stehend mit ihrer Sopranstimme über einen Trichter und ein Nasobém, wobei sie Altmann mit seiner Klarinette begleitete. Luciano Berio schrieb im Jahr 1966 ein einmaliges Stück für eine Sängerin. Für ihn war das Singen nur eines von zahlreichen Ausdrucksmöglichkeiten der menschlichen Stimme. Luz verstand es prächtig, einen Notenständer anzustarren, Grimassen zu schneiden und in den höchsten Tönen denselben ruiniert in die Ecke zu werfen.

Dass sie die Schauspielkunst beherrschen, zeigte sie als Reinigerin von Klarinetten. Denn Altmann als alter Musiker legt darauf peinlichst wert. Seine Klarinette weint, säuselt, pfeift und im Alter erklingen krumme Zischlaute und er fällt am Ende von seinem Stuhl. Wie sie sich über ein Geschenk mit roter Schleife freut, demonstrierte Luz singend.

Sie ist total entzückt über die darin enthaltenen roten Schuhe und probierte sie natürlich gleich an. Mit den Cinq couplets des griechischen Komponisten Georges Aperghis begeisterten Altmann mit seiner Kontrabassklarinette und Luz mit ihrer Singstimme zum Abschluss. Alle Mitwirkenden durften mehrmals auf die Bühne zurück kommen, um den kräftigen Applaus der Besucher entgegen zu nehmen. Es war eine ganz neue Art, einen Konzertabend zu erleben, abwechslungsreich, durchaus gewöhnungsbedürftig und dennoch unbedingt zu wiederholen.

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