St. Georgen Nie aufgeben, auch wenn's schwer wird
Schwarzwälder-Bote, 16.07.2012 02:02 Uhr
Schülerinnen und Schüler erhielten bei der Abschlussfeier der Realschule St. Georgen Preise und Lobe. Foto: Hübner
Von Stephan Hübner
St. Georgen. Für 82 Schüler der Realschule fand am Wochenende die Entlassfeier statt. Einige bekamen Lobe und Preise, die Zuschauer erwartete ein buntes Programm mit Musik und Tanz.
Konrektor Dieter Knausenberger freute sich, dass alle bestanden haben. Er wünschte den Schülern dass diese Verantwortung für das übernehmen was sie tun, Civilcourage und "Menschen, auf die ihr euch verlassen könnt".
Die Schüler gewönnen neue Freiheiten, müssten aber gleichzeitig Verantwortung übernehmen, so Elternbeiratsvorsitzende Andrea Anselment. "Die Entscheidung für eine erfolgreiche Zukunft liegt bei euch selbst." Wichtig sei, nie aufzugeben, auch wenn es mal schwer werde.
Pädagogen und Schultes geben Tipps
Eigentlich sei alles viel zu schnell vorüber gegangen, so Schülersprecherin Sarah Epting. Sie sprach von einer "genialen Zeit" für alle.
Humorvoll war die Rede von Hermann Eisenbeis, Klassenlehrer der 10a. "Der hat gut reden" meinte er zu dem Einstein-Zitat "Wichtig ist, nicht aufhören, zu fragen".
Eisenbeis beschrieb den Schulweg mit Hilfe mehrerer, T-Shirts tragender Schüler, die an Sportveranstaltungen wie die Tour de France erinnerten und Aufschriften trugen wie "Raufsteiger" oder "Drinbleiber". "Dabeisein und Durchgehalten zu haben – alle, die das schaffen, sind die wahren Sieger", so Eisenbeis und ergänzte: "Es gab vom Musterschüler bis zur Nervensäge alles."
Rektorin Hedwig König sah die unterschiedlichen Zukunftspläne der Schüler als Beleg für die Vielseitigkeit des Realschulabschlusses, der seit einem halben Jahrhundert ein Erfolgsmodell sei. Lernen höre nicht mit der Schule auf, warnte sie. Neugier stecke in jedem und sei Grundlage jeden Lernens. Für den Erfolg sei Vertrauen darauf entscheidend, das Ziel erreichen zu können. "Folgt nicht unüberlegt jeder Idee, stimmt nicht für etwas, nur weil andere es tun", riet sie. "Übernehmt Verantwortung für die Gesellschaft, denn ihr seid ein Teil davon."
Die Frage nach einem Kriterium für Erfolg stellte Bürgermeister Michael Rieger. Erfolg werde von verschiedenen Menschen zu verschiedenen Zeiten sehr unterschiedlich gesehen. "Legen sie ihre Ziele ganz einfach selber fest" riet er. "Fragen sie sich, was sie wirklich wollen". Jeder brauche heute die Bereitschaft, sich auf immer neue Berufsfelder einzustellen. Rieger hoffte, dass die Schüler nach Möglichkeit in St. Georgen bleiben, da auch hier händeringend Fachkräfte gesucht würden.
Für den Lehrer Felix Starosta, der zum letzten Mal bei einer Abschlussfeier dabei war, hatte Rieger ein Geschenk mitgebracht. "Macht eure Träume wahr, greift nach den Sternen", rief Starosta den Schülern zum Abschied zu.
Buntes Programm umrahmt Feier
Für das musikalische Rahmenprogramm sorgten das Bläserensemble, der Unterstufenchor, eine aus Zehntklässlern bestehende Musikgruppe, die unter anderem mit Besen und auf Wasserrohren musizierte sowie die Rock-AG, die vor allem mit der Unterstützung von Tänzerin Sarah Epting für Begeisterung sorgte. Die Klasse 5b unterhielt mit einem Tanz.
Mehrfach ausgezeichnet wurde Sarah Epting. Sie war nicht nur beste ihres Jahrgangs mit einer 1,0 im Zeugnis, sondern erhielt auch Fachpreise für Deutsch und Sport sowie den Preis des Bürgermeisters für soziales Engagement. Hilfsbereitschaft und ein hohes Maß an Menschlichkeit waren wichtiger Bestandteil ihres Schullebens, hieß es in der Begründung. Durch ihre Persönlichkeit habe sie über Jahre die Klassenstufe geprägt, großes Engagement gezeigt und als Bindeglied zwischen Lehrern und Schülern fungiert. Auch belebte sie mit ihren Ideen die Sitzungen der SMV.
Weitere Preise erhielten Marcus Schüle (1,1), Stefanie Storz und Julian Hummel (1,4), Matteo Lehmann (1,5), Helena Merkle, Stefanie Zehnder, Ramona Hilser und Niklas Moosmann (1,6) sowie Alexander Mrokon (1,7).
Lob erhielten Nadine Förnbacher und Markus Gmeiner (1,8), Tobias King, Jasmin Cech und Madeleine Fleig (1,9) sowie Rubén Trevisiol, Karoline Kwiring, Markus Kopp, Aileen Roth und Philipp Götz (2,0).
Fachpreise in Mathematik, Naturwissenschaften und Technik erhielten Marcus Schüle und Theo Aßfalg.


