St. Georgen Krippenwelt begeistert Franzosen

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Sébastian Michel (links), Präsident des Freundschaftskomitees in Saint-Raphael, und Kulturassistent Guillaume Décard (rechts) bewundern die Krippe aus St. Georgen, die vor kurzem in einem Untergeschoss des "Salle Alberge" in Saint-Raphaël wiederentdeckt worden war. Foto: M Johner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stefan Limberger-Andris

Ein Zeichen der Freundschaft gibt es kurz vor Weihnachten in Saint-Raphaël zu sehen. In der französischen Partnerstadt ist derzeit eine Krippe des St. Georgener Künstlers Albert Fehrenbach ausgestellt.

St. Georgen/St. Raphael. Die Geschichte der Weihnachtskrippe, die von Albert Fehrenbach gestaltet wurde, beginnt bereits 1981. Acht Monate lang hatte der St. Georgener an der Krippe gearbeitet, um das Kunstwerk schließlich am 12. Dezember 1981 in der Kirche Notre-Dame-de-la-Victoire aufzubauen. Der damalige stellvertretende Bürgermeister von Saint-Raphaël, Hugues Alberge, und der Vorsitzende des Kulturausschusses, General Maitrier, dankten dem Deutschen für sein Engagement. Albert Fehrenbach unterstrich an jenem Dezembertag, dass er mit diesem Geschenk die Verbundenheit der St. Georgener mit den Einwohnern von Saint-Raphaël ausdrücken wollte. Der Künstler erhielt für seinen Einsatz die Ehrenmedaille der französischen Partnerstadt.

Die Weihnachtskrippe hat die Maße 130 auf 90 Zentimeter. Tier und Figuren sind aus Holz geschnitzt und werden vor einem Hintergrund des schneebedeckten Schwarzwaldes aufgestellt. Die Krippe sollte in allen Kirchen der Ortsteile von Saint-Raphaël ausgestellt werden, hieß es damals.

Im Laufe der Zeit geriet die Weihnachtskrippe von Albert Fehrenbach in Vergessen. Bis zu jenem Tage, als Guillaume Décard, Kulturassistent von Georges Ginesta, Bürgermeister von Saint-Raphaël, das künstlerische Werk in einem Untergeschoss des "Salle Alberge" wiederentdeckte. Das Kulturzentrum restaurierte das gute Stück und übergab es schließlich Sébastian Michel, Präsident des Freundschaftskomitees in Saint-Raphael. Sébastian Michel betonte die Verbundenheit mit St. Georgen seit Beginn der Städtepartnerschaft 1972. Die Krippe sei ein Ausdruck dieser kommunalen Freundschaft.

Die aus St. Georgen stammende Weihnachtskrippe ist nun Teil einer Ausstellung in Saint-Raphaël, die von Guillaume Décard initiiert wurde. Gezeigt wird dort seine Sammlung von 80 Krippenfiguren aus der Provence, eingebettet in eine typische Landschaftskulisse.

Albert Fehrenbach stammte gebürtig aus Schramberg. Der gelernte Schuhmacher, der viel lieber Bildhauer geworden wäre, kam viel in der Welt herum. Berufliche Stationen waren Amsterdam und Berlin. Mit 65 Jahren ließ er sich in St. Georgen nieder, wo er im Alter von 93 Jahren starb. Albert Fehrenbachs künstlerische Schaffenskraft war bis ins Alter von 85 Jahren enorm. 80 Krippen und Darstellungen religiöser Ereignisse werden ihm zugeschrieben.

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