St. Georgen Kleine Geräte können Leben retten

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Kathrin Cielenga (von links), Rainer Ziegler und Matthias Horn ­üben an einer Puppe. Foto: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Stephan Hübner

St. Georgen. Bereits seit längerem hat es sich die Ortsgruppe des Deutschen Roten Kreuzes beziehungsweise deren Vorsitzender Rainer Ziegler zur Aufgabe gemacht, die Bergstadt flächendeckend mit öffentlich zugänglichen Defibrillatoren (Defis) auszustatten. Einer davon hängt nun auch im Polizeirevier.

Zurück geht die langfristig angelegte Aktion auf einen Besuch Zieglers in Skandinavien, wo es ihm zufolge überall öffentlich zugängliche Defibrillatoren gibt. Die Schockgeber können Herzrhythmusstörungen beenden und so im Notfall Leben rettet. Bedient werden können die Geräte auch von Laien ohne vorherige Schulung. Eine Stimme erteilt im Einsatzfall Anweisungen zur Bedienung.

Die Finanzierung der Defis erfolgte über Spender und Sponsoren, aber auch über Einnahmen des DRK-Ortsvereins. Vor einiger Zeit startete dort eine Werbeaktion für passive Mitglieder. 20 Prozent der daraus gewonnenen Mehreinnahmen fließen in die Finanzierung neuer Defis.

In der Bergstadt gibtes 14 Defis

Insgesamt gibt es in der Bergstadt mittlerweile 14 Defis. Unter anderem hängen diese beim Telefon gegenüber der Robert-Gerwig-Schule, bei der Dienststelle des Roten Kreuzes am Spittelberg, im Hallenbad und in der Mehrzweckhalle in Peterzell. Da das Gerät im Rathaus nur zu den Öffnungszeiten zugänglich ist, würde Ziegler es gerne ins Brigachhaus bringen. Auch Betriebe haben inzwischen einen Defi, ein weiteres hängt bei der Garage von Ziegler selbst. Er hofft, dass bald auch in den Häuserblocks auf der Seebauernhöhe Defis hängen. Mit 20 bis 30 Euro pro Familie wären die etwa 1900 Euro teuren Geräte zu finanzieren.

Das Polizeirevier in der Talstraße eignet sich gut als Standort, weil es rund um die Uhr besetzt ist. Auch können die Beamten es im Notfall mit zum Einsatz nehmen. Laut Matthias Horn, dem Vertreter von Revierchef Udo Littwin, musste vor einiger Zeit bei einer Person eine Reanimation vorgenommen werden. Auch für die Kollegen selbst sei es gut, meint Horn mit Verweis auf den kürzlichen Herzinfarkt eines befreundeten Beamten.

Kathrin Cielenga schult30 Kollegen

Ziegler übergab das Gerät offiziell an Kathrin Cielenga, die normalerweise in Schwenningen Dienst tut, aber als Erste- Hilfe-Fortbilderin auch in St. Georgen im Einsatz ist. Cielenga wies in drei Schulungen die etwa 30 Beamten in die Handhabung des Gerätes ein.

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