Von Stephan Hübner

St. Georgen. Zu ihrer ersten Klausurtagung trafen sich die Mitglieder des Jugendgemeinderats. In Arbeitsgruppen sprachen sie über Öffentlichkeitsarbeit, Aktivitäten für Jugendliche und mögliche Treffpunkte.Diskutiert wurde auch, wie ein für Jugendliche attraktives St. Georgen aussehen oder wo das Gremium seine Prioritäten setzen sollte.

Ein wichtiges Element, um mit den Jugendlichen der Stadt in Kontakt zu bleiben, sind Facebook und Twitter, erklärten Daniel Arnold, Fabian Pallasdies und Thomas Baier während der Präsentation der Ergebnisse. Dabei ist im Internet auch eine "Wunschbox" für Jugendliche geplant. Möglichst viele Impressionen aus dem Jugendgemeinderat sollen nach außen dringen.

Weitere Ideen waren ein Tag der offenen Tür oder Umfragen unter den Jugendlichen der Stadt.

Michael Gausmann, Hakim Hashimi und Peter Heinzmann beschrieben Ideen für Mottopartys oder Sommer- und Winterfeste sowie das Einladen von Bands oder DJs. Dabei sind aber noch Fragen beispielsweise zu Gema-Gebühren und Sicherheitsdienste zu klären. Die Jugendlichen möchten dabei mit dem Jugendhaus zusammenarbeiten.

Ein Wunsch ist eine Kombination aus Chill-Raum und Bar als Treffpunkt, erklärten Felix Freudenberger und Melanie Wisser. Hier könnten zudem Veranstaltungen abgehalten werden. Zur Sprache kam dabei das Thema ­Alkohol. Da viele Jugendliche den Wunsch danach haben, sollte der Treffpunkt nur bis zum frühen Abend für Jugendliche unter 16 Jahren geöffnet sein, und danach für ältere, so die Idee.

Bürgermeister Michael ­Rieger schlug zur Lösung der verschiedenen Fragen vor, mit anderen Jugendgruppen in Kontakt zu treten. Laut Kommunalberater Udo Wentzel gibt es in Jugendtreffs die Tendenz weg vom Alkohol. Seiner Meinung nach müsste auch unter Erwachsenen eine ganz andere Debatte geführt werden. Man könne ja auch mal ein paar Stunden auf Alkohol verzichten, so Wentzel.

In die Zukunft blickend riet er den Mitgliedern des Jugendgemeinderats dazu, sich mit dem Thema kommunales Wahlrecht ab 16 Jahren auseinanderzusetzen. Weiterhin zusammenarbeiten möchten die Jugendlichen mit den Erwachsenen, die auch schon in der Arbeitsgruppe mitgewirkt hatten. Auch Rieger und Rathausmitarbeiter Markus Esterle stehen für Hilfen zur Verfügung. "Wir freuen uns auf euch. Ihr habt uns mächtig stolz gemacht", lobte Rieger die Mitglieder des Jugendgemeinderats als "gute Mannschaft".