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St. Georgen Johann Sebastian Bach zum Innehalten

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Kantor Jochen Kiene lässt mit den "Sommerlichen Kirchenmusiken zur Marktzeit" eine Tradition weiter leben und erweist sich als Kenner an der Weigle-Heintz-Orgel. Foto: Kouba Foto: Schwarzwälder-Bote

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St. Georgen. Die "Sommerlichen Kirchenmusiken zur Marktzeit“ starteten am vergangenen Samstag in der Lorenzkirche. Gott sei Dank war damit eine lange musikalische Durststrecke beendet.

Der neue Kantor Jochen Kiene knüpfte an eine Tradition an, die an Helmut Franke erinnern ließ. An der ihm bereits vertrauten Weigle-Heintz-Orgel wurde er von Elena Papathanassopoulos assistiert.

Die jetzigen Programme über vier Veranstaltungen tragen jeweils ein Motto. Dieses Mal war es Johann Sebastian Bach gewidmet, der am 28. Juli 1750 in Leipzig starb. Das Gedächtniskonzert wurde zu einem meditativen Ereignis, das bereits mit dem Präludium und Fuge in a-Moll (BWV 559) den nach innen gekehrten Impetus erkennen lies. Bei dem Stück aus einem acht Werke umfassenden Zyklus hadert die Musikwissenschaft immer wieder, ob es sich um ein Originalwerk Bachs handelt. Auf jeden Fall trägt es seine geistige Handschrift. Es lebte aus breiter Akkordik und viel Spielwerk in toccatenhafter Manier des Präludiums und einer Fuge, die mit Trompetenschall einen Gigue-Reigen mit wiegendem Charakter eröffnete.

Eine angenehme Auswahl hatte Kiene aus den 46 Choralbearbeitungen des "Orgelbüchleins" getroffen. Hier wurde der religiöse Hintergrund deutlich, der sich aus dem Vorwort Bachs ergibt: "Dem Höchsten Gott allein zu Ehren, dem Nächsten, draus sich zu belehren". Kiene wirkte als musikalisch-theologischer Exeget, der vom Lutherischen Osterlied "Christ lag in Todesbanden“ mit sanftem Cantus firmus bis hin zum jubelnden "In dir ist Freude" mit fülliger Orgel, leitmotivischer Wiederkehr, Wendung im ostinaten Pedal und symbolischen Kreuzzeichen führte. Daneben erklang "Wenn wir in höchsten Nöten sein" und das im Largo gehaltene "Jesu meine Freude", ergänzt durch "Ich ruf zu dir Herr Jesu Christ" mit flehentlicher Bitte im Pedal.

Es dauerte eine Weile bis der Schlussapplaus ertönte, denn das Publikum hätte gern noch mehr gehört und war erstaunt, dass 30 Minuten Besinnung unmerklich vorbei eilten.

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