St. Georgen Hier gibt es Rat und viele Tipps

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Monika Kelm vom Pflegedienst Schneiderhan gibt beim Stammtisch pflegender Angehöriger etliche Tipps rund um die häusliche Pflege. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Bei der (kirchlichen) Heirat versprechen sich Ehepaare, zusammen zu bleiben "bis dass der Tod Euch scheidet". Aber allzu oft ist es nicht der Tod, mit dem sich Ehepartner auseinander setzen müssen.

St. Georgen. Manchmal ist es auch der Schlaganfall, eine Demenz- oder sonstige Erkrankung. Der Partner ist zwar eigentlich noch da – und doch wieder nicht.

Was tut man in solchen Fällen? Das mag sich so mancher fragen, der in eine solche Situation gerät. Doch nicht immer ist es der Partner, manchmal sind es auch Kinder, die sich bei ihren Eltern dieser Frage stellen müssen. Kann ich das allein, kann ich mir Hilfe holen, welche Hilfe ist überhaupt möglich.

In St. Georgen gibt es einen "Stammtisch pflegender Angehöriger", der sich jeden zweiten Monat trifft – immer am vorletzten Donnerstag eines Monats. Monika Kelm vom Pflegedienst Schneiderhan steht den Frauen und Männern mit Rat zur Seite. Sie sorgt auch für die Struktur bei den Treffen. Stets hat sie ein besonderes Thema vorbereitet, über das sie referiert.

Monika Kelm spricht über Aneurysma

Beim vergangenen Stammtisch sprach Monika Kelm über das Thema Aneurysma. Diese lebensbedrohliche "Aussackung" an Blutgefäßen, häufig an großen Arterien, führe häufig zum Tod oder auch zu dauerhafter Schädigung, wenn die an dieser Stelle sehr dünne Gefäßwand reißt. Männer ab 50 Jahren seien häufiger betroffen, die Ursachen lägen zumeist beim Rauchen, Übergewicht, hohem Blutdruck oder Alkoholmissbrauch.

Auch über das Thema Pflege wurde gesprochen. "Haben Sie schon einmal erlebt, wie es den meisten im Pflegeheim geht, wie schnell der geistige Abbau erfolgt" – auf solche Fragen antworteten die Gäste. Viele kennen das, haben es bei Freunden und Bekannten erlebt. Außerdem sind da die nicht unerheblichen Kosten – die Rente reicht in den allerwenigsten Fällen. Natürlich springt die Sozialhilfe ein – doch zunächst sind Vermögenswerte dran, soweit vorhanden.

Für alle Besucher des Stammtischs ist es wichtig sich im Beisein von Monika Kelm auszutauschen. Sie gibt es den einen oder anderen Tipp, wohin man den Partner bringen kann, wenn man selbst etwas Ruhe und Abstand braucht, zur Kurzzeit- oder Verhinderungspflege. Sogar Urlaub von der Pflege könne man machen. Das Jahr 2016 bringe viele Änderungen und Verbesserungen mit sich, weiß die Fachkraft.

Gelegenheit zum Austausch

Nicht alle haben noch den Menschen daheim, den sie pflegen, doch noch immer nehmen sie die Gelegenheit zum Austausch wahr. "Es würde mir heute etwas fehlen", sagt eine Frau. Viel zu schnell ist der Stammtisch zu Ende, so mancher der Anwesenden hätte sich gerne noch länger ausgetauscht. Doch für die pflegenden Angehörigen beginnt oft schon früh am Morgen erneut ein Tag mit vielen Herausforderungen.

  
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