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St. Georgen Gefühlvolle wie kraftvolle Kompositionen

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Mit einer sehr sinnlichen Körpersprache unterstreicht Cécile Verny ihren Gesang Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

St. Georgen. Das Cécile Verny Quartett, in Freiburg zu Hause und seit mehr als 20 Jahren in enger Verbindung mit St. Georgen, tourt zwischen Addis Abeba, Djibuti, über Freiburg in den schwäbischen Teil des Bundeslandes bis hin nach Wien und Zürich. Eine große Fangemeinschaft erlebte es jetzt im städtischen Bauhof beim Musikfestival Berg­stadtsommer.

Innerhalb der modernen Jazzszene sind sie ein Dauerbrenner. Die Nahtstelle zu St. Georgen, zum Bergstadtsommer, ist Andreas Erchinger, der immer noch an der Jugendmusikschule lehrt. Doch, wie im Laufe des musischen Abends sehr deutlich wurde - er ist auch ein begnadeter und einfallsreicher Komponist. Er ist von Beginn an fester Bestandteil des Quartetts, das den Namen der Frau trägt, die zugleich Stimme der Formation ist.

Die Sängerin präsentierte sich in Topform: Mit viel Gefühl, dennoch kraftvoll. Charmant und dennoch leidenschaftlich, aber auch sozialkritisch und herausfordernd. Ihre Ansagen regten gerne auch zum Schmunzeln an, wenn sie beispielsweise betonte, sie habe immer gehofft, dass Serge Gainsbourg ihr ein Lied auf den Leib schreiben würde – "aber er mochte keine lauten Frauen und mittlerweile lebt er nicht mehr". So sei sie auf sich selbst angewiesen; als Hommage an den großen Chansonnier sang sie dann den Titel "Gainsbourg", mit der Musik von Andreas Erchinger, der dabei Vernys Ehemann Bernd Heitzler am Bass ein gigantisches Solo gönnte.

Der Auftritt der französischen Afrikanerin von der Elfenbeinküste war geprägt von ihrer Körpersprache, dazu überzeigte sie mit einer sehr emotionalen, reifen Stimme. Und sie schlug sehr schnell den sprachlichen Bogen zur Delegation aus Saint-Raphael, die ebenfalls unter der Begleitung des Ehepaars Scherer gekommen war. Die Ansagen kamen gekonnt und mit viel Witz auf Französisch und Deutsch.

Ihre an der Elfenbeinküste liegenden Wurzeln machten Jazz zu dem, was er im Grunde ist: das Einbringen der Seele in Facetten und stilistischen Formen. In ihren Instrumentalpartnern hatte sie Mitwirkende, die ihr Handwerk virtuos beherrschen, dazu musikalische Einfälle einbringen und kompositorisch wirken. Bernd Heitzler ist ein ausgezeichneter Bassist. Mit schnippender Taktvorgabe eröffnete Drummer Lars Binder die Stücke. Andreas Erchinger spielte mit überzeugender Dynamik, viel Sinnlichkeit und Ausstrahlung am E-Piano oder am Synthesizer. Er ist wohl der musikalische Kopf des Quartetts, der die Mehrzahl der Titel schreibt, unter anderem eine Reminiszenz an zwei große Sängerinnen, Whitney Houston und Amy Winehouse. Mit der großen Nacht der Filmmusik beginnt am Samstag, 9. September, um 21 Uhr das Finale des Musikfestivals im städtischen Bauhof. Mit dabei sind zwei Frauen, ein Spitzen-Jazzquartett und das Schwarzwald Kammerorchester unter der Leitung von Karsten Dönneweg. Die Aftershow-Party steigt im FAB

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