St. Georgen Evangelisch-methodistische Gemeinde wird noch aktiver

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Pastor Tobias Beißwenger und Katja Färber. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

St. Georgen. Intensives Nachdenken über die Bilder, die man in den vergangenen Monaten gesehen hatte, habe innerhalb der Evangelisch-methodistischen Kirchengemeinde (EMK) dazu geführt, etwas Konkretes für die vielen Flüchtlinge zu tun, erläuterte Pastor Tobias Beißwenger anlässlich der offiziellen Amtseinführung von Katja Färber als Integrationskraft.

Zumindest 15 Monate als Integrationskraft

Am gestrigen Sonntag wurde die gelernte Erzieherin offiziell für zumindest 15 Monate als Integrationskraft am Ende des offiziellen Gottesdienstes in ihr Amt eingeführt. Denn für diese Zeit reicht das vorhandene Geld. "Aus einem Sonderfonds unserer Kirche, einer Spende der ökumenischen Kirchen sowie weiteren Spendern und Sponsoren ist es gelungen, mehr als 8000 Euro für einen Minijob zu sammeln", gab der Pastor hoch erfreut bekannt. Unter anderem habe der Ortschaftsrat Brigach mit seiner tollen Weihnachtsaktion den stolzen Betrag von 1200 Euro beigetragen. Katja Färber sei kein Neuling in der Arbeit mit Migranten und daher bestens geeignet. "Sie wird in enger Vernetzung mit Helen Meike Rollinger, den anderen Kirchen der Ökumene, dem DRK, der Wirkstatt und der politischen Gemeinde die Arbeit mit den Asylsuchenden koordinieren und unterstützen", nannte Beißwenger Eckdaten dieser Verpflichtung.

Hansjörg Staiger als Bürgermeister-Stellvertreter zeigte sich hoch erfreut über das reiche Engagement der EMK.

"Solche Arbeit ist viel befriedigender"

Ursprünglich stammt die 42-Jährige aus dem benachbarten Königsfelder Ortsteil Weiler. In der Bergstadt war sie als Erzieherin in der Kindertagesstätte Schatzinsel tätig. Später zog sie nach Freiburg, woher ihr heutiger Mann kommt. "Dort habe ich in einem sogenannten Schwerpunkt-Kindergarten gearbeitet und festgestellt, dass eine solche Arbeit viel befriedigender ist als in der behüteten Umgebung, wie das hier in St. Georgen der Fall war", erläuterte sie.

Schließlich ging es für die Familie zurück in die Bergstadt. Mit dem ersten Kind gab Katja Färber ihre Arbeit als Erzieherin auf, um sich der Erziehung ihrer Kinder zu widmen, die aber mittlerweile zwischen neun und zwölf Jahre alt seien.

Asylsuchenden zur Seite stehen

Seit einiger Zeit schon engagiert sie sich ehrenamtlich in der EMK der Bergstadt, namentlich im Café Bohnenheld. Nun wird sie, nachdem ihre Kinder sie nicht mehr so sehr in Anspruch nehmen, in einem Minijob Asylsuchenden zur Seite stehen. "In unseren Brückenschlag-Veranstaltungen erwuchs in mir immer mehr der Wunsch, mehr zu tun. Und als mich Pastor Tobias Beißwenger dann direkt ­ansprach, gab es eigentlich keine längere Überlegung mehr", nannte sie ihre ­Motivation.

"Wir wissen, dass es keine leichte Aufgabe ist. Wir bitten Dich darum, dass Du auf Dich acht gibst und dass Du uns ansprichst, wenn Du uns brauchst", gab ihr der Pastor mit auf den Weg. Ihre Tätigkeit beginnt ganz offiziell zum 15. Januar.

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