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St. Georgen Ein Fest im Zeichen gelebter Ökumene

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Der St. Georgener Trachtenverein beim Einzug in die sehr gut besuchte Lorenzkirche. Fotos: Müller Foto: Schwarzwälder-Bote

Es wurde ein wirklich großes Fest: Mit einem feierlichen Gottesdienst und anschließendem Festakt wurde der 150. Geburtstag der evangelischen Lorenzkirche gefeiert.

St. Georgen. Es war ein Festtag, der weit über die evangelische Lorenzgemeinde hinaus wirkte. Auch aus der gesamten Umgebung waren Menschen nach St. Georgen gekommen, um mitzufeiern. Die katholische Pfarrei hatte als sichtbares Zeichen gelebter Ökumene auf einen eigenen Sonntagsgottesdienst verzichtet. Sehr gut gefüllt war die große Kirche zum Festgottesdienst. Da die Plätze im Kirchenschiff allesamt besetzt waren, fanden zahlreiche Kirchenbesucher einen Platz auf den Emporen. Ein schönes Bild bot sich beim Einzug von Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh und Pfarrer Friedemann Frisch. Angeführt wurde der Zug von Schäppelträgerinnen und Trachtenträgern des St. Georgener Trachtenvereins.

Die Festpredigt hielt der badische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh, der zu diesem Anlass aus Karlsruhe angereist war. Er erinnerte daran, wie viele Menschen in den vergangenen 150 Jahren in dem Gotteshaus ein und aus gegangen sind, wie viele freudige und traurige Anlässe begangen wurden, wie viele Menschen Trost und Zuversicht fanden.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Kantorei unter der Stabführung von Jochen Kiene, der auch für das Orgelspiel verantwortlich zeichnete, und vom Posaunenchor unter der Leitung von Helga Reinbold.

Im Anschluss ging es zum Empfang ins Gemeindehaus. Den Auftakt im Reigen der Grußworte machte Oberkirchenrat Christoph Schneider-Harpprecht. Er erinnerte daran, dass die Menschen nur Geschichte schreiben können, weil Gott Geschichte schreibt und mit dem Menschen auf dem Weg ist. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte Bürgermeister Michael Rieger. Er würdigte die Lorenzkirche als sakralen Raum, der für St. Georgen von großer Bedeutung ist. Er wünschte sich, dass die Lorenzkirche auch künftig eine Stätte der Begegnung und inneren Einkehr bleiben solle.

Für einen besonderen Höhepunkt sorgte Siegbert Hils. In der Rolle des Kirchenpatrons Laurentius ließ er in gereimten Versen die Baugeschichte der Lorenzkirche lebendig werden.

Als weithin sichtbaren Ort des Glaubens bezeichnete der Villinger Dekan Wolfgang Rüther-Ebel die Lorenzkirche. Als große Gemeinde mit zahlreichen hauptamtlichen Mitarbeitern komme St. Georgen eine besondere Stellung im Dekanatsbezirk Villingen zu.

Gewohnt launig und humorvoll war das Grußwort des katholischen Pfarrers Paul Dieter Auer. Angelehnt an die Geschichte der Emmaus-Jünger, denen er die Namen Lorenz und Georg gegeben hatte, unterstrich er, wie wichtig es sei, gemeinsam auf dem Weg zu sein. Besonders hob er die Bedeutung der Ökumene hervor und würdigte das gute Miteinander der Konfessionen in St. Georgen.

Werner Alze, früher Pfarrer an der Lorenzkirche, war eigens aus Berlin in der Bergstadt gekommen. In seinem Grußwort meinte er, entgegen der Meinung vieler sei früher nicht alles besser gewesen als heute, aber eben sehr verschieden. Doch eines sei tröstlich, so Alze. Egal zu welcher Zeit, Gottes Gnade und Treue bestehe in der Vergangenheit, in der Gegenwart und in der Zukunft.

Glückwünsche aus Buchenberg überbrachte Kurt Koger, der die Kirche als Symbol der Ewigkeit und als unverzichtbar in einer kommerzialisierten Welt bezeichnete. Für die Gemeinde Eben Ezer sprach Pastor Detlef Kühne, der es als größte Aufgabe aller Christen in der Stadt sieht, das Wort Gottes zu den Menschen zu bringen.

Zum Jubiläum ist ein mehr als 200 Seiten starkes Festbuch erschienen, das die Geschichte von Kirche und Gemeinde lebendig werden lässt.

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