St. Georgen Die Radballer sind das Aushängeschild

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Über beinahe 30 Jahre war die Kellermann-Sporthalle beim Bahnhof Trainings- und Wettkampfort. Nach intensiver Suche wurde mit der Peterzeller Mehrzweckhalle ein neues Quartier gefunden. Foto: Kommert Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Hans-Jürgen Kommert

Während sich für manche Radballvereine die Existenzfrage stellt, floriert die Vereinsarbeit beim Radfahrverein "Frohsinn" aus Langenschiltach.

St. Georgen-Langenschiltach. Im April 1921 wurde der Verein in der damals noch selbstständigen Teilgemeinde Langenschiltach gegründet als Nachfolger des ehemaligen Radfahrvereins "Viktoria". Schon kurz nach der Gründung nahm man an den ersten Korsofahrten teil, im Herbst des Gründungsjahres fand das erste Vereinsfest statt, Radrennen wurden veranstaltet. Es gab sogar Wettbewerbe im Langsamfahren.

Wiedergründung nach dem Zweiten Weltkrieg

Die Wiedergründung des "Frohsinn" fand am 10. Juni 1951 im alten Vereinslokal "Grüner Baum" statt. Vorsitzender und Nachfolger von Eduard Brüstle wurde der damalige Bürgermeister Gottlieb Friedrich Stockburger. Mit Begeisterung war besonders die Jugend dabei. In den ersten Jahren fanden die Vereinsrennen regen Zuspruch, und manch einer versuchte sich auch überörtlich als Rennfahrer. Beim Vierer-Geländemannschaftsfahren, das auf Kreisebene ausgetragen wurde, waren Sportler des Vereins mit guten Ergebnissen dabei. In der Folgezeit beteiligten sich die Aktiven hauptsächlich am Preiskorsofahren, was noch lange ein fester Bestandteil im Vereinsleben war. Fanden in früheren Jahren öfters Theateraufführungen statt, war dies aus räumlichen Gründen nicht mehr möglich. Seit 1980 gibt es eine Damengymnastikgruppe. Ein wöchentlicher Tischtennisabend sorgte für Abwechslung.

Als ab 1983 ein Übungsleiter engagiert wurde, gab dieser sehr erfolgreich Übungsstunden für Kinder von fünf bis 13 Jahren. Durch diesen großen Erfolg suchte die Vereinsführung 1985 eine Radsportart für die Jugend – und im Frühjahr 1985 fuhr erstmals eine Gruppe zu einem "Radball-Schnuppertraining" des Radfahrvereins Tennenbronn. Vor allem dem Engagement des Vorsitzenden Ulrich Szembek konnten bald die ersten Spezialräder gekauft und ein regelmäßiges Training in der Kellermann-Sporthalle in St. Georgen eingeführt werden.

Aus bescheidenen Anfängen mit dem ersten Duo Werner Schultheiss und Manfred Epting hat sich daraus eine schlagkräftige Gruppe an jungen Sportlern entwickelt, die bis heute aktiv an der Radballspielrunde des württembergischen Radsportverbandes teilnimmt. Insbesondere im Nachwuchsbereich konnten in den vergangenen Jahren zahlreiche Erfolge erzielt werden. So konnten mehrere Teams bis in das Halbfinale der deutschen Meisterschaft vordringen. In den vergangenen sechs Jahren konnte sich sogar jeweils ein Team in das Finale einer deutschen Meisterschaft, das heißt unter die besten acht Radballteams Deutschlands, vorkämpfen.

 Höhepunkte waren dabei zwei Vizetitel des Teams Axel Kopp und Christian Haas. In der Folge wurden beiden vom BDR-Nachwuchsbundestrainer in die Nachwuchsnationalmannschaft berufen und scheiterten zweimal nur knapp in der Qualifikation zur Teilnahme an einer Junioren-Europameisterschaft. Im Herrenbereich konnte das Duo Daniel und Dirk Haas nach der Saison 2008/2009 den größten Vereinserfolg feiern. Sie schafften nach zwei Qualifikationsrunden den Aufstieg in die zweite Bundesliga. Gemeinsam mit dem direkt aus dem Juniorenbereich für die zweite Bundesliga qualifizierten Team Kopp/Haas spielten somit in der Folge-Saison gleich zwei Teams des Vereins in der dieser Liga. Seit der Spielzeit 2005/2006 nimmt der RV Langenschiltach durchgehend mit der stattlichen Anzahl von elf Mannschaften an der Verbandsrunde teil und ist einer der mannschaftsstärksten Vereine in Baden-Württemberg.

Über beinahe 30 Jahre war die Kellermann-Sporthalle am Bahnhof Trainings- und Wettkampfort. Mehrere Jahre arbeitete die Vereinsführung, Werner Schultheiss und sein Stellvertreter Ulrich Szembek, an der Verwirklichung einer eigenen Halle – allein die Finanzen ließen das nicht zu. Nach intensiver Suche wurde, dank der Hilfe des FC Viktoria, mit der Peterzeller Mehrzweckhalle ein Ausweichquartier gefunden.

  
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