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St. Georgen Bürgeraktion wird künftig integriert

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Schulsanitäter der Robert-Gerwig-Schule führen vor, wie man nach einem Treppensturz verletzte Person versorgt. Fotos: Hübner Foto: Schwarzwälder-Bote

Um die Leber und plastische Chirurgie ging es am ersten Abend der Gesundheitswoche. Es sprachen Eike Walter und Steffen Baumeister vom Schwarzwald-Baar-Klinikum in Donaueschingen.

St. Georgen. Zu Beginn führten Schulsanitäter der Robert-Gerwig-Schule vor, wie man eine bei einem Treppensturz verletzte Person versorgt.

Bürgermeister-Stellvertreter Joachim Kleiner lobte Johannes Probst. Ohne dessen unermüdliches Engagement wäre die Gesundheitswoche nicht möglich gewesen. Er finde jedes Jahr aufs Neue interessante Themen und Redner.

Die Gesundheitswoche werde künftig etwas anders aussehen, so Probst. Die 1990 gegründete "Bürgeraktion Umwelt und Leben" sei ein bisschen eingeschlafen und werde wohl in die Gesundheitswoche integriert. Denn Gesundheit und Umwelt gehörten zusammen. Ein zusätzliches Novum sei eine Belohnung für diejenigen die mehr als drei Vortragsabende besuchen und sich dafür jeweils Stempel abholen können. Verlost würden Hallenbadkarten.

Eike Walter, Direktor für innere Medizin und Gastroenterologie, sprach über die Leber. Die liege im rechten Oberbauch und sei das zentrale Organ für Entgiftung, Stoffwechsel, Immunabwehr, Säure-Basen- und Hormonregulation sowie ganz entscheiden für die Zuckerregulation. Alles was im Darm ankomme gelange zunächst über die Pfortader in die Leber. Auch Gallenflüssigkeit, täglich 700 bis 800 Milliliter, produziere die Leber, dazu 50 Prozent des sich im Körper befindenden Cholesterins.

Chronische Lebererkrankungen machten in der Regel sehr wenige Symptome, man bemerke sie lange Zeit nicht. Es gebe Müdigkeit, Abgeschlagenheit oder Kraftlosigkeit. Häufigste Erkrankungen in Deutschland seien alkoholisch bedingt. Nichtalkoholische entstünden vor allem durch mangelnde Bewegung oder Übergewicht. Dazu kämen Hepatitis C und B, gegen die es hochwirksame Impfungen gebe. Alle Jugendlichen sollten geimpft sein.

Bluttransfusionen gelten als sicher

Hep-C sei mit 250 000 Patienten in Deutschland sehr gefürchtet. Diese seien aufgrund normaler Leberwerte oft nicht diagnostiziert. Übertragen werde die Krankheit meist durch Drogen, auch durch schlechte Tattoo- und Piercingstudios, früher durch Bluttransfusionen. Die seien heute extrem sicher, das Risiko liege bei eins zu zwei Millionen. Gelbsucht zeige die mangelnde Produktion von Gallenflüssigkeit, sage aber nichts über Ursachen wie Infektionen oder Tumore.

Endstadium der langjährigen Lebererkrankung sei die Zirrhose, eine Vernarbung des Organs. Betroffene Menschen hätten eine ganze Reihe dadurch verursachter Störungen, zum Beispiel Krampfadern oder Leberkrebs.

Über "Das Schöne und die Chirurgie" sprach Steffen Baumeister, Direktor für plastische-, Hand- und ästhetische Chirurgie. Bei Schönheits-OPs gehe es oft um die Rekonstruktion nach Tumorentfernung, Verbrennungen oder Verletzungen. Man behandle alle Altersgruppen und überall am Körper. Dabei gehe es nicht um den Betrachter sonder darum, was die Veränderung für Patienten psychisch bedeute.

Baumeister präsentierte Fotos die sehr ausgeprägte Deformationen oder Asymmetrien von Patienten zeigten. Darunter zum Beispiel einen, dessen Stirn aufgrund eines Unfalls eingedrückt war und für den ein passendes Schädelteil geformt wurde.

In einem anderen Fall wurde ein fehlender Daumen durch einen Zeh ersetzt. Weitere Fotos zeigten Nasenrekonstruktionen, Brustfehlbildungen, das Anlegen von Segelohren oder Hautstraffungen bei starkem Gewichtsverlust.

Ein Leitsatz sei der sorgsame Umgang mit Gewebe. Manchmal sauge man Fett ab um es an anderen Stellen wieder einzuspritzen. Auch könne zum Beispiel Knochen vom Wadenbein als Unterkiefer dienen.

OPs nach Krebs oder Verbrennungen oder Unfällen würden von Krankenkassen ohne Frage bezahlt. Es gebe eindeutig ästhetische Bereiche wie Oberlidstraffungen. Grenzbereiche seien Brustverkleinerungen. Kassen würden immer restriktiver. Es gebe Patienten mit riesiger Brust bei denen die Kasse lieber über Jahre Krankengymnastik und Psychotherapie zahle, obwohl nur OP Linderung verschaffen könne. Da es sich immer um individuelle Fälle handle hänge ganz viel von Glück ab beziehungsweise von der jeweiligen Sachbearbeiterin.

Jeden Abend bietet Sabine Hummel ab 18.30 Uhr in Zimmer 105 ganzheitliches Gedächtnistraining an. Von 19 bis 19.45 Uhr können Besucher kostenlos Blutzucker, Cholesterin und Blutdruck messen sowie ihren Impfpass kontrollieren lassen.

 
 

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Dieter Vaas

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