St. Georgen Als 15-Jähriger nur zu Besuch

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Foto: Scudierii Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Dieter Vaas

Als Mario Scudieri im Jahr 1964 nach St. Georgen kam, sollte es "nur ein Besuch" bei den Eltern sein. Diese lebten und arbeiteten in der Bergstadt. Der Sohn wuchs bei seiner Großmutter in Apulien/Italien auf. Der damals 15-Jährige weigerte sich aber, in "sein" Dorf Chieuti in der Region Foggia zurückzukehren.

St. Georgen. Die Bergstadt wurde seine neue, zweite Heimat. Er absolvierte eine Feinmechanikerlehre bei Tobias Baeuerle (TB). Dem Unternehmen blieb es bis zu dessen bitterem Ende treu. 17 Jahre war er bei Schneider Schreibgeräte in Tennenbronn und genießt heute den Ruhestand.

Mit 23 Jahren seine Rosemarie geheiratet

Mit 19 Jahren lernte er seine Rosemarie kennen, die er als 23-Jähriger geheiratet hat und mit der er bis heute sehr glücklich ist, wie er versichert. Ein Sohn und ein Enkel machen das Familienglück komplett. Dieses steht bis heute noch im Vordergrund. Gerne reist er nach Italien, kommt aber genauso gerne wieder in den Schwarzwald zurück, erzählt er strahlend bei einem Redaktionsbesuch.

Seit 38 Jahren hat Mario Scudieri eine weitere große Leidenschaft: die Fotografie. "Von Anfang an habe ich mit Minolta und immer mit hochwertigen Kameras gearbeitet", blickt er zurück. Heute steht auf seiner Vollformat-Profikamera Sony drauf, weil das Unternehmen Minolta übernommen hat und den "besten Sensor herstellt", wie er versichert.

Erst im Jahr 2002 stellte er auf Digital-Fotografie um, bis die Qualität gestimmt hat. Heute seien alle Marken absolut gut, versichert er. Vier Digital- und sieben oder acht Analogkameras sind mit den Jahren zusammengekommen. Die Objektive sind alle lichtstark (2,8 bis 4) und haben zwischen 17 und 400 Millimeter Brennweite. Automatik ist für ihn eigentlich kein Thema. "Die Kamera soll machen was ich will", lautet seine Maxime.

Seit vielen Jahren führt er fast immer eine Hobby-Kamera mit sich. Wenn er mit der großen Ausrüstung einschließlich Stativ unterwegs ist, kommt auch das Auto zum Einsatz. Scudieri sucht keine speziellen Motive, bezeichnet sich selbst als "Allrounder". Ihn reizt die schwierige Aufnahme. "Das Einfache kann jeder. Ich finde zum Beispiel Gegenlichtaufnahmen ganz toll." Sonnenauf- und -untergänge sind eine große Herausforderung. Noch lieber sind ihm aber Motive in Bewegung.

Mit dem Computer hatte er allerdings "nichts am Hut", sagt er lachend. Der Sohn ist aber Informatiker und hat ihn in die digitale Welt eingeführt. Heute fotografiert er ausschließlich im RAW-Format, um das Optimale herauszuholen. Die Bilder haben dann zwischen 24 und 45 Megabyte. Ein Megabyte reicht beispielsweise für die Zeitungsfotografie meist schon aus.

Große Erfahrung aus der Dunkelkammer

Bei der Bildbearbeitung kommen ihm seine Kenntnisse aus der Dunkelkammer zugute. Er hatte ein eigenes Farblabor und sammelte hier die notwendigen Erfahrung. Deshalb kennt er sich bei der Farbmischung aus, passt die Parameter an und erhält so ein farbentreues Bild. Dafür ist ein gutes Auge und ein sehr guter Bildschirm erforderlich. "Es wird aber nichts manipuliert", versichert er. Der PC gehört mittlerweile zum Leben. Er kommt auch für andere Arbeiten zum Einsatz. "Ich kann mich im Internet bewegen, ohne Freak geworden zu sein", betont er.

Wann immer es die Familie erlaubt, ist Mario Scudieri unterwegs. "Es vergeht eigentlich kein Tag, an dem ich mich nicht mit Fotografie beschäftige. Es steckt viel Spaß und Leidenschaft dahinter", versichert er lächelnd. Das Ergebnis kann sich wahrlich sehen lassen und er zeigt es gerne.

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