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St. Georgen 45 Jahre Freundschaftsbande gepflegt

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Der erst 14-jährige Linus begeistert am Klavier. Foto: Schwarzwälder-Bote

Von Harald Mittelstaedt

Am 28. Oktober 1972 unterzeichneten der damalige Bürgermeister Günter Lauffer und sein französischer Kollege Henri Girod die Urkunde über die Partnerschaft der Städte St. Georgen und Saint-Raphael.

St. Georgen/Saint-Raphael. Damit wurde die erste von inzwischen vier Städtepartnerschaften mit der Bergstadt ins Leben gerufen.

Nach 45 Jahren wurden nun mit einem Festakts im Kunstraum Grässlin die Urkunden über die Erneuerung und Fortsetzung der Partnerschaft von Bürgermeister Michael Rieger und Frédéric Màsquelier, dem designierten Nachfolger von Bürgermeister Georges Ginesta, unterzeichnet. Beide waren sich darin einig, dass es wichtig sei, Städtepartnerschaften zwischen befreundeten Ländern nicht nur zu pflegen, sondern weiter zu beleben.

Rieger betonte in seiner Begrüßungsrede die Notwendigkeit, dass sich Frankreich und Deutschland angesichts der Terroranschläge in beiden Ländern und dem Brexit der Engländer noch intensiver als führende Länder in der EU präsentieren müssten.

Freundschaften wie die Partnerschaft zwischen St. Georgen und Saint-Raphael könnten hier ihren Teil dazu beitragen.

Als einzigartig bezeichnete er es, dass mit Altbürgermeister Günter Lauffer, dem Unterzeichner der ersten Urkunde, Altbürgermeister Wolfgang Schergel, seinem Vorgänger, und ihm selbst gleich drei an der Partnerschaft beteiligten Bürgermeister die Zeremonie begleiten konnten.

Er würdigte zudem die Verdienste von Peter Dönneweg, der mit seinem verstorbenen Freund Daniel Artus den musikalischen Austausch der Partnerstädte bestimmte. Froh sei er, dass diese Tradition durch Bernd Rimprecht und Michael Berner erfolgreich fortgesetzt werde. Auch der jahrelang von Ludwig Keppel begleitete Schüleraustausch erfahre derzeit eine Wiederbelebung. Mit verantwortlich sei hier Zoran Josipovic. Der Lehrer am Thomas-Strittmatter-Gymnasium stand zudem trotz eigenem Geburtstag den beiden Rednern als profunder Übersetzer zur Seite. Michael Rieger zeigte sich sicher, dass die Partnerschaft beider Städte künftig noch mehr belebt werde. Dazu werde auch der neu von Stadtrat Manfred Scherer initiierte Freundeskreis für die vier Partnerschaften der Bergstadt beitragen.

Auf zunehmende Bewegung in der Partnerschaft setzt auch Frédéric Màsquelier. Jedes Projekt sei wichtig, betonte der designierte Bürgermeister und unterstrich das mit dem Zitat: „Viele kleine Flüsse bilden einen großen Strom“.

Er erinnerte daran, dass Franzosen und Deutsche es in der Vergangenheit nicht immer leicht miteinander hatten. Umso mehr sei es wichtig, die gemeinsamen Werte bei allen bestehenden Unterschieden herauszustreichen. Dazu verhelfe auch eine gut funktionierende Städtepartnerschaft. Die benötige neben den Bürgermeistern engagierte Mitarbeiter und eine aufgeschlossene Bevölkerung. Beides habe er zusammen mit seinen Delegationsmitgliedern während des Besuchs erfahren dürfen. Er bedankte sich für den wunderbaren Empfang und schöne Tage in der Bergstadt.

Berührend und gleichzeitig zum Anlass passend war die musikalische Begleitung des Festakts. Mit den von seinem Großvater Peter Dönneweg vorgestellten klassischen Stücken glänzte Enkel Linus (14) am Klavier und erntete zu Recht frenetischen Beifall.

Frédéric Màsquelier ist 44 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder im Alter von sieben, 14 und siebzehn Jahren. Von Beruf ist er Rechtsanwalt. Als solcher war er auch unter Bürgermeister Georges Ginesta für die Stadt Saint-Raphael tätig. Dieser hat ihn überzeugen können, auf seiner Liste für den Gemeinderat zu kandidieren. In den wurde er dann auch im Jahr 2013 gewählt. Nachdem jetzt Georges Ginesta sein Amt als Bürgermeister aufgegeben hat, wurde Frédéric Màsquelier von ihm gebeten, das Amt zu übernehmen. Das habe er angenommen.

Am 29. September diesen Jahres entscheidet der Gemeinderat schlussendlich darüber, ob Màsquelier der neue Bürgermeister wird. Das sei allerdings reine Formsache. Bürgermeister in Frankreich werden im Unterschied zu denen in Deutschland nicht gewählt, sondern versehen ihr Amt ehrenamtlich, übten weiterhin ihren Beruf aus und bewahrten somit ihre finanzielle Unabhängigkeit. Er selbst habe vor, künftig zwei Drittel seiner Arbeitszeit im Rathaus, die verbleibende in seiner Anwaltskanzlei zu verbringen. Als angestrebte Ziele für seine Aufgabe nehme er sich eine Verbesserung der Infrastruktur, Ausweitungen der Investitionen und natürlich die Fortschreibung der Partnerschaft vor.

Als in Brüssel geborener Belgier sieht sich Frédéric Màsquelier als klassischer Europäer und hofft darauf, dass Partnerschaften wie die zwischen St. Georgen und Saint-Raphael ihren Teil zum europäischen Verständnis beitragen. Seine aktuelle Amtszeit endet wie die eigentliche von Georges Ginesta im Jahr 2020. Bis dahin wolle er alles dafür tun, um dann die Aufgabe für weitere sechs Jahre übernehmen zu können.

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