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Spang's Spin Wütköter gegen Mitt Romney

Thomas J. Spang, vom 16.02.2012 11:43 Uhr
Die Hunde der Organisation Dogs against Romney fahren drinnen mit, nicht wie Mitt Romneys Hund einst auf dem Dach. Foto:
Die Hunde der Organisation Dogs against Romney fahren drinnen mit, nicht wie Mitt Romneys Hund einst auf dem Dach. Foto:
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Washington - “WUFF, WUFF,WUFF”, kläfften vor dem Madison Square Garden mehrere Dutzend Vierbeiner ihren Protest von der Hundeseele. Begleitet von ihren Herrchen, die Schilder mit der Aufschrift “Ich fahre drinnen”, “Hunde sind kein Gepäck” oder “Mitt ist gemein” mit sich tragen.

Sie folgten einem Aufruf der Organisation “Dogs Against Romney”, die es über Nacht zu nationaler Berühmtheit schaffte seit der öffentliche Radiosender NPR und Rachel Maddow auf dem Nachrichtenkanal MSNBC über die “Wutköter” berichteten. Inzwischen stattliche 25.000 an der Zahl. Angeführt von “Rusty”, der den Widerstand via Facebook und Twitter mobilisiert.

Was die Gemüter der Kläffer so erregt, liegt schon ein Weile zurück. Genauer gesagt bis ins Jahr 1983 als der republikanische Noch-Spitzenreiter um die Präsidentschafts-Nominierung mit seiner Familie auf eine zwölfstündige Urlaubsreise im Auto nach Kanada aufbrach. Seit 2007 ist die Geschichte Allgemeingut, nachdem sie einer der fünf Romney-Söhne dem Boston Globe erzählte. Gedacht als Anekdote, die zeigen sollte, wie pragmatisch der Herr Papa ist.

Weil nicht alle Kids in den Familien-Kombi passten, entschied Mitt, das der Irish Setter “Seamus” mit dem Dach vorlieb nehmen müsste. Romney schnallte den Hundetransporter auf das Auto und fuhr los. Plötzlich schallt es von der Rückbank: “Dad, das ist ekelig”. Sohn Tagg meinte den Hundekot, der das Fenster herunterlief.

Kurzentschlossen hielt Romney an der nächsten Tankstelle an, bat um einen Schlauch und spritzte Kombi, Transporter und Hund ab. Was als nächstes passierte, empört die “Wutköter” und ihre Herrchen ganz besonders. Mitt steckte Seaamus zurück in den Dachkäfig und setzte die Urlaubsreise ungerührt fort.

Scott Crider aus Gulf Shore im US-Bundesstaat Alabam verhalf den Vierbeinern im Internet zu einer Präsenz und erzielte auf www.dogsagainstromney.com schon mehr als eine Millionen Klicks. Inzwischen gibt es dort von T-Shirts über Aufkleber bis hin zu Hundepullovern Protest-Utensilien, die die Geschichte am Leben erhalten.

Littleton, Colorada verzeichnet die erste Polizeiaktion gegen einen Anhänger der “Hunde gegen Romney”. Ein Streifenwagen hielt einen Demonstranten an, der aus Protest gegen “Tierquälerei” einen Hundetransporter mit der Aufschrift “Seamus-Express” auf seinem Dachgepäckträger befestigt hatte.

Ein Foto des Zwischenfalls (siehe oben) verbreitete sich im Internet wie ein Lauffeuer.

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