Spang's Spin Warum Condi nicht VP wird
Thomas J. Spang, 16.07.2012 10:45 Uhr
Foto: dpa
Washington - Eben erst plärrte Matt Drudge “exklusiv” heraus, Condoleeza Rice sei als Vize-Präsidentschafts-Kandidatin bei Mitt Romney im Gespräch. Laut dem politischen Klatsch-Blog überzeugte Romney ein Auftritt von Rice im Bundesstaat Utah, bei dem sie Amerikas Führungsrolle in der Welt unter großem Applaus verteidigte.
Rice hatte unter Präsident George W. Bush zunächst als Nationale Sicherheitsberaterin und später als Außenministerin gedient.
Es dauerte nicht lange bis die VP-Geschichte Einzug in den deutschsprachigen Medien hielt. Hier drei Gründe, warum Rice nicht Romneys “Runnings Mate” wird:
1. Sie unterstützt in der Abtreibungsfrage das Recht der Frauen auf eine freie Entscheidung. Das ist für die Fundamentalisten an der Basis völlig inakzeptabel. Eine Nominierung dezimierte Romneys Fusstruppen.
2. Sie erinnert an die Bush-Jahre. Romneys außen- und wirtschaftspolitisches Team sind ohnehin schon zu Bush-lastig. Condi kette den Herausforderer an “Dubya”, der von einer Mehrheit der Amerikaner noch immer für die Wirtschaftsprobleme verantwortlich gemacht wird.
3. Rice mag eine gute Professorin sein. Als Politikerin war sie In ihren Ämtern alles andere als überzeugend. In vielen großen strategischen Fragen über Krieg und Frieden lag voll daneben. Obama würde die Wähler daran erinnern.
Fazit: “Condi for VP” ist ein schöner Sommerloch-Füller, aber keine wahrscheinliche Option.



