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Spang's Spin Trump entdeckt Seelenverwandtschaft zu Romney

Thomas J. Spang, vom 03.02.2012 11:32 Uhr
Mitt wäre nicht Mitt, stellte er nicht das nüchterne Kalkül an, Glitter-Trump könne ihm irgendwie helfen, die Nominierung der Republikaner zu sichern. Foto: Spang
Mitt wäre nicht Mitt, stellte er nicht das nüchterne Kalkül an, Glitter-Trump könne ihm irgendwie helfen, die Nominierung der Republikaner zu sichern. Foto: Spang
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Donald Trump genießt es sichtbar, in seiner Reality-Show “The Apprentice” Bewerber mit einem markigen “You are Fired” vor die Tür zu setzen. Durch Mitt Romneys Kopf geistern ganz ähnliche Fantasien. In New Hampshire sorgte der Multimillionär bei einer Wahlveranstaltung für Schlagzeilen als er meinte, er finde es gut, “Leute feuern zu können, die mir ihre Dienste anbieten.”

So gesehen wundert es nicht, das der eine den anderen “Ein-Prozenter” nun ganz offiziell unterstützt.

Der Milliardär mit dem imposant schütteren Haar bekannte seine Seelenverwandtschaft in dem nach ihm benannten Hotel unweit des “Strips” in Las Vegas. Der Spitzenreiter im Feld der republikanischen Präsidentschafts-Bewerber und seine Ehefrau Ann schauten ein wenig gequält als Trump dem ehemaligen Gouverneur aus Massachusetts den Hof machte.

Immobilien-Magnat spricht Tea-Party-Flügel an

Einen Tag nach den missglückten Sätzen über sein fehlendes Interesse an den 46 Millionen Amerikanern (15 %), die in Armut oder extremer Armut leben, war das für Romney nicht gerade das beste Marketing. Zumal “der Donald” im Ruf steht, ein unseriöser Selbstdarsteller zu sein, dem es an Substanz und Tiefgang fehlt.

Mitt wäre nicht Mitt, stellte er nicht das nüchterne Kalkül an, Glitter-Trump könne ihm irgendwie helfen, die Nominierung der Republikaner zu sichern. Und wenn er Herausforderer Newt Gingrich damit nur einen weiteren Promi wegschnappt.

Paradoxerweise spricht der extravagante Immobilien-Magnat aus New York ausgerechnet den Tea-Party-Flügel der Partei an. Als er sich noch selber Hoffnungen machte, Kandidat der Konservativen zu werden, bekam er von den Wutbürgern die größte Unterstützung. Vielleicht lag das an der absurden Kampagne, mit der Donald damals versuchte, den Unsinn über Barack Obamas angeblich falsche US-Staatsbürgerschaft wieder aufzuwärmen.

Vom wirklichen Leben entrückter Kandidat

Dass Romney in den Trump-Palast eilte, um die fragwürdige Ehre anzunehmen, schien ihn selber nur milde zu beunruhigen. “Es passieren einige Dinge im Leben, die Sie sich nicht vorstellen können und das ist eines davon”, schmeichelte er seinem Gastgeber.

Glücklicherweise war die peinliche Veranstaltung nach sieben Minuten vorbei. Was bleibt ist ein weiterer Stein in dem Puzzle, das von Tag zu Tag mehr die Konturen eines vom wirklichen Leben ziemlich entrückten Kandidaten erkennen lässt.

Letzte Umfragen in Nevada, das am Samstag (4.2) Caucuses abhält, sehen Romney mit 20 Punkten vorn. Der Glücksspieler-Staat mit einer einflussreichen Mormonen-Minderheit (7 Prozent) gilt seit langem als eine Hochburg des Kandidaten.

 

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