
Simmozheim (sel). Grundsätzlich befasste sich der Simmozheimer Gemeinderat mit dem Thema Windkraft. Bürgermeister Hartmut Mayer informiert das Gremium über die Möglichkeiten der Kommune, den Bau von Windkraftanlagen zu steuern, betonte aber auch, dass auf der Gemarkung Simmozheim kein Standort auszumachen sei, auf dem unter den derzeitigen technischen Voraussetzungen ein wirtschaftlicher Betrieb möglich wäre. Es gebe auch keine Anfragen von Investoren bezüglich des Baus einer Windkraftanlage bei der Gäugemeinde. Im Verwaltungsverband wollen die Bürgermeister am Mittwoch das Thema jedoch weiter erörtern (siehe Meldung auf dieser Seite).
Einen Schritt weiter wollen die Gemeinderäte der Liste Dorf und Umwelt gehen. Auf ihren Antrag wurde darüber beraten, ob es Aufgabe der Kommune sein könnte, die Energiewende aktiver als bisher zu unterstützen. Gemeinderat Siegfried Kempf meinte: "Wir sollten in dieser Sache die Hände nicht in den Schoß legen." Die Fraktion regte an, über die Möglichkeiten einer finanziellen Beteiligung an einer Windkraftanlage nachzudenken. Eine Vorprüfung durch die Kommunalaufsicht des Landratsamtes habe ergeben, so Mayer, dass eine solche Beteiligung durchaus im Sinne der Gemeindeordnung sein könnte. Ob es sich dabei aber tatsächlich um eine nachhaltige, gewinnbringende und damit für öffentliche Gelder geeignete Kapitalanlage handle, sei damit nicht geklärt.
Bei drei Gegenstimmen und einer Enthaltung beschloss der Gemeinderat eine grundsätzliche Unterstützung der Energiewende und beauftrage Mayer, die Thematik im Verwaltungsverband weiter zu beraten. In diesem Zusammenhang soll auch geprüft werden, ob eine kommunale Beteiligung an einer Anlage zur regenerativen Energiegewinnung möglich ist.