
Von Bettina Bausch
Simmozheim. "Was tut sich da vor dem Sängerheim in der Hauptstraße?", fragte sich wohl so mancher Passant und sah etwas genauer hin. Da standen die "Violets", der Jugendchor des Liederkranzes Simmozheim, und um sie herum zahlreiche Eltern und Vereinsmitglieder.
"Bald nun ist Weihnachtszeit, fröhliche Zeit" und andere Advents- und Weihnachtslieder erklangen. Der fröhliche Gesang wurde von Chorleiter Philipp Klahm am Keyboard begleitet, für das ein Stromkabel ins Freie gelegt worden war.
Nach dem Gesang wurde es spannend. Was würde wohl unter der Verhüllung zu sehen sein, wenn sie vom großen Fenster gezogen würd? Dann war es soweit. Der Vereins- vorsitzende Willi Wohlgemuth entfernte die Decke. Jetzt war auch den Nichteingeweihten klar, dass es sich hier um einen Baustein des Lebendigen Weihnachtskalenders handelte, der in der Gäugemeinde zum dritten Mal veranstaltet wird. Eine große "19" gab Auskunft darüber, um welchen Tag im Dezember es sich handelte. Das Fenster war außerdem mit Tannengrün und adventlichem Schmuck dekoriert. Doch schnell zogen die vielen Kinderzeichnungen, die am Fenster angebracht waren, die Blicke auf sich.
Es zeigte sich, dass die "Violets" nicht nur wunderbar singen, sondern auch schön malen können. Unter dem Thema "Weihnachten" war jedem Kind beim Malen etwas anderes wichtig gewesen. Denn die Bilder, die die Jungen und Mädchen unter der Anleitung von Jugendreferentin Daniela Holzäpfel erschaffen hatten, waren sehr unterschiedlich ausgefallen. Da gab es Darstellungen, auf denen der geschmückte Weihnachtsbaum das Wichtigste war. Auf anderen war es der Weihnachtsmann mit seinem großen Geschenksack oder die Krippe mit dem Jesuskind und seinen Eltern.
Die Jugendbeauftragte trug ein schwäbisches Gedicht vor, bei dem in humorvoller Weise die Stimmung und die Aktivitäten vor Weihnachten beschrieben wurden. Nach der intensiven Betrachtung der Bilder gab es für die Gäste noch einige Weihnachtslieder zu hören. Anschließend wurde Punsch ausgeschenkt und es standen Schneckennudeln bereit. Dies trug dazu bei, dass die Besucher vor dem Gebäude gerne noch in geselligen Runden zusammenblieben.