Von Jeanette Tröger

Althengstett-Ottenbronn. Beim Festgottesdienst zum 100-jährigen Bestehen des Posaunenchors Ottenbronn in der Mehrzweckhalle wurden zahlreiche Chormitglieder für jahrzehntelangen Bläserdienst vom Evangelischen Jugendwerk Württemberg geehrt. Landesposaunenwart Hans-Ulrich Nonnenmann nahm die Auszeichnungen vor.

Nonnenmann beschrieb in seiner Ansprache das Musizieren im Posaunenchor als ein Amt, eine verpflichtende Aufgabe, in der man nicht so schnell klein beigeben wird. Und er fragte sich, was die drei Jubilare, die jeweils für mehr als 60-jährigen Bläserdienst ausgezeichnet wurden (und natürlich alle anderen Bläser ebenso), wohl angespornt hat, dass dieser Bläserdienst über lange Jahrzehnte für sie eine Herzensangelegenheit, sozusagen "ihr Ding", geworden ist.

Als Braut des Bläsers werde das Instrument auch bezeichnet und dies beinhaltet zum einen, dass er sich immer wieder Mühe gibt bei der anspruchsvollen Herausforderung, dem Instrument tragfähige, wohlklingende Töne zu entlocken und achtsam ist im Umgang mit demselben. Und zum anderen ist darin angelegt, dass aus der Entscheidung für das Ehrenamt im Posaunenchor ein lebenslanges Engagement wird, und die Braut dem Bläser beim Wachbleiben im Glauben hilft.

"Die guten, aufbauenden Gefühle beim gemeinsamen Musizieren zum Lob Gottes und die Gemeinschaft im Chor haben ebenso dazu beigetragen, dass heute 17 Bläser und Bläserinnen mit zusammen 667 Bläserjahren geehrt werden können", sagte Nonnemann.

Mit der Urkunde in Violett ausgezeichnet wurden: Manfred Keppler (64 Jahre aktiv), Hans Fuchs (63), Manfred Hammann (61), Oswald Hammann (55) und Karl-Heinz Ziegler (54).

Die Urkunde in Gelb bekamen: Hartmut Weber (49), Klaus Grimm (44) und Markus Klotz (40). Mit der Urkunde in Rot ausgezeichnet wurden: Werner Jäkel (37), Jürgen Mutschler (32), Joachim Bühler (30), Johanna Adam, Jürgen Renz, Manfred Schweigert (jeweils 26) und Sylvia Gauß (25). Die Urkunde in Blau bekamen aus den Händen von Nonnenmann: Sandra Renz (21) und Raimund Zehender (14).