
Von Annette Selter-Gehring
Simmozheim. Mit einem hochklassigen Klavierkonzert präsentierte die Gemeinde Simmozheim den neuen Boston-Flügel im Rathaussaal und setzte damit die Reihe von Konzerten mit talentierten jungen Pianisten fort. Der 21-jährige Adrian Brendle beeindruckte mit Werken von Beethoven, Schumann sowie Schostakowitsch.
Bürgermeister Hartmut Mayer begrüßte rund 60 Zuhörer. Der Verwaltungschef betonte, mit der Entscheidung im Frühsommer, einen eigenen Flügel anzuschaffen, seien nicht nur Konzerte ermöglicht worden. Viele junge Klavierschüler aus Simmozheim können hier künftig das Instrument erlernen.
Mit Brendle präsentierte die Kommune einen preisgekrönten Pianisten, der trotz seiner Jugend bereits international erfolgreich ist. "Vielleicht hören wir hier heute Abend einen zukünftigen Weltstar", prophezeite Mayer. Brendle erhielt im Alter von sechs Jahren den ersten Unterricht am Klavier. Es folgten schon früh erste Erfolge bei Musikwettbewerben bis hin zu mehreren Bundespreisen bei "Jugend musiziert" und dem ersten Preis beim Robert-Schumann-Klavierwettbewerb. Derzeit studiert Brendle an der Musikhochschule Karlsruhe als Stipendiat der renommierten "Studienstiftung des deutschen Volkes".
Kraftvoller Auftakt
Zu den Höhepunkten des Konzerts in Simmozheim zählten die "Kinderszenen", eine poetisch-musikalischen Komposition von Robert Schumann. In 13 Szenen mit Titeln wie "Glückes genug", "Träumerei" oder "Am Kamin" entführen die Noten ohne Worte in ein vermeintliches Kinderparadies, was der Entstehenszeit des Werks in der Romantik und dem damals verklärt gezeichneten Bild des Kindseins entspringt.
Den Auftakt machte Brendle mit einer kraftvoll interpretierten Klaviersonate von Ludwig van Beethoven und einem Stück aus "Etudes d’ execution transzendante" von Franz Liszt und schloss das Konzert mit einem Werk des russischen Komponisten Dimitrij Schostakowitsch. In der Konzertpause lud Bürgermeister Mayer die Gäste stilvoll in den neu gestalteten Wintergarten des Rathauses zu einem Sektempfang ein.