
Von Annette Selter-Gehring
Simmozheim. Mit der Zustimmung zum endgültigen Plan für den Anbau an den Kindergarten Max und Moritz sowie dem Beschluss, die elektrotechnische Ausstattung der Grundschule zu modernisieren, stellte der Simmozheimer Gemeinderat zwei wichtige Weichen für die Zukunft der Kinder und Schüler in der Gemeinde.
Insgesamt wird dafür weit über eine Million Euro investiert. Die Planung für den Anbau an den Kindergarten stellte Architekt Frank Heim dem Gremium abschließend vor. Der Anbau soll in Simmozheim die räumlichen Voraussetzungen für den Einstieg in die Kleinkindbetreuung von null bis drei Jahren schaffen.
Der bestehende Kindergarten wird durch den zweigeschossigen Anbau unter anderem einen Mehrzweckraum erhalten. Mit dem Landratsamt wurden Vorgespräche geführt und pädagogische Fachstellen in die Planung einbezogen. Heim geht davon aus, dass die behördliche Genehmigung des Bauantrags ohne Probleme erteilt wird und zu Beginn 2012 mit der Ausschreibung der Maßnahme begonnen werden kann. "Wir liegen im Zeitplan", so Heim.
Die Bauarbeiten sollen im Frühsommer 2012 beginnen und 2013 beendet sein. In zwei Detailfragen sieht der Gemeinderat noch vor der Ausschreibung Klärungsbedarf. So sollen weitere Informationen bezüglich der Kosten und Notwendigkeit einer Lüftungsanlage für den Anbau eingeholt werden sowie der Betrag für die Schaffung eines zusätzlichen Lagerraums ermittelt werden. Die Kosten für den Kindergartenanbau belaufen sich auf rund 870 000 Euro.
Im Zuge der energetischen Sanierung und Verbesserung des Brandschutzes in der Grundschule kommen weitere Kosten auf die Kommune zu. Die elektrotechnische Ausstattung in den Klassenzimmern muss nachgerüstet werden. Die energetische Sanierung des nördlichen Gebäudeteils und die Maßnahmen zur Umsetzung des Brandschutzkonzepts, die im November beschlossen wurden, schlagen mit 252 000 Euro zu Buche. Durch die Modernisierung der Elektrotechnik erhöht sich die erforderliche Investitionssumme um weitere 74 000 Euro. Bürgermeister Hartmut Mayer in der jüngsten Sitzung wies darauf hin, dass zunächst Kosten von 108 000 Euro im Raum standen. Durch die fachkundige Beratung eines örtlichen Handwerkers sei es möglich gewesen, eine pragmatische und günstigere Lösung zu finden.