Simmersfeld Simmersfelder Kulturpreis wird auf drei Bewerber verteilt

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Von Manfred Köncke Simmersfeld. Der mit 2000 Euro dotierte Kulturpreis der Gemeinde Simmersfeld geht in diesem Jahr an drei Träger: Die Kulturwerkstatt erhält 1000 Euro, der Musikverein Simmersfeld 400 Euro und die evangelische Kirchengemeinde Simmersfeld ebenfalls 400 Euro. Damit wurden alle drei im Rathaus eingegangenen Antragsteller berücksichtigt. Ganz glücklich waren einige Kommunalpolitiker mit der Streuung nicht.

Nach Ansicht von Karl Roller sollte die Auszeichnung "für etwas Besonderes" vergeben werden und nicht für "normale" im Jahresprogramm vorgesehene Veranstaltungen. Hartmut Schwemmle stellte klar: "Der Kulturpreis ist keine Vereinsförderung." Bürgermeister Jochen Stoll vermutet, dass dieser Eindruck aufgrund des weit gefassten Ausschreibungstextes entstanden sein könnte. Wenn es kein "einmaliges" Kulturereignis in Simmersfeld gäbe, sollte man den Mut haben, die Verleihung auszusetzen, schaltete sich Gemeinderat Jörg Kübler in die Diskussion ein. Norbert Wurster vertrat die Ansicht, dass die evangelische Kirche im Gegensatz zum Musikverein und zur Kulturwerkstatt, sehr wohl besondere kulturelle Veranstaltungen organisieren würde.

Für 2012 schlug Bürgermeister Stoll vor, der Kulturwerkstatt 1000 Euro zukommen zu lassen, dem Musikverein und der Kirche jeweils 400 Euro. Der Antrag wurde mit drei Gegenstimmen angenommen. Für 2013 will die Verwaltung den Text so modifizieren, dass der Kulturpreis nur für "außergewöhnliche Projekte, die über den übliche Veranstaltungsrahmen hinausgehen" vergeben wird.

Der Flächennutzungsplan "Hochnagoldtal" wird leicht verändert. In einer vorangegangenen Sitzung wurde bereits darüber nachgedacht, in Ettmannsweiler einige der ursprünglich vorgesehenen Flächen herauszunehmen und dem Kernort Simmersfeld zuzuschlagen. Mit den Eigentümern der Grundstücke im Ortsteil seien inzwischen Gespräche geführt worden, teilte der Vorsitzende dem Gemeinderat mit. Der Nachfolger der ehemaligen Möbelfabrik Roller habe darum gebeten, entlang der Oberen Straße Flächen für eine gewerbliche Nutzung auszuweisen. In Richtung Süden würde ein Streifen von fünf Metern ausreichen. Zwei Grundstückseigentümer seien mit einer Korrektur des Flächennutzungsplans Hochnagoldtal nicht einverstanden gewesen. Der Gemeinderat verständigte sich darauf, in Ettmannsweiler einen 60 Meter langen Streifen für zwei Bauplatzreihen beizubehalten.

Beim Ausbau der Kreisstraße K 4334 von Ettmannsweiler nach Beuren hat der Gemeinderat den Planungsauftrag für Wasser- und Abwasserleitungen an das Ingenieurbüro Gaisser in Baiersbronn vergeben. Die nächste und letzte Gemeinderatssitzung in diesem Jahr findet am 12. Dezember statt.

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