Simmersfeld Rat erwägt Fahrbahnteiler gegen Raser

Schwarzwälder-Bote, 14.12.2012 21:01 Uhr

Von Manfred Köncke Simmersfeld. Schlechte Sicht an der Einfahrt zum Büttnerhaus, der Schulbus dreht in Aichhalden auf einem Privatweg statt am Ortsende um, die Straße von Simmersfeld nach Oberweiler gilt als Rennstrecke: Bei der Verkehrsschau Ende November wurden diverse Gefahrenstellen in Simmersfeld aufgezeigt und Unliebsamkeimen angesprochen – mit dem erklärten Ziel, die Verkehrssituation zu verbessern. Die Ergebnisse lagen den Gemeinderäten in ihrer jüngsten Sitzung vor.

An der Verkehrsschau beteiligten sich Vertreter des Landratsamts, der Kommune, des ADAC, der Straßenmeisterei und der Polizei. Nach einem Aufruf der Gemeindeverwaltung gingen im Rathaus zahlreiche Anregungen, Hinweise und Beschwerden von Bürgern ein, die beim Rundgang berücksichtigt wurden.

Besonders das Thema Geschwindigkeitsüberschreitung bewegt die Gemüter. Im Kernort wird beispielsweise kritisiert, dass Autofahrer in der Dielstraße zu schnell unterwegs seien, ebenso an der Einfahrt von der Freudenstädter- in die Otto-Kaltenbach-Straße, am Ortsausgang Richtung Altensteig und vom Simmersfelder Kreuz bis zum Ortseingang. Aufs Gas gedrückt werde auch an der Einmündung vom Ahorn- in den Panoramaweg. In Ettmannsweiler würden Verkehrsteilnehmer durch die Poststraße rasen und durch die Ortsdurchfahrt von Aichhalden trotz Schul- und Kindergartenweg.

Gefordert wird ein Zebrastreifen in der Ortsmitte von Simmersfeld – beim Dorfplatz – und in Ettmannsweiler am Übergang von der Post- zur Beurener Straße.

Nach der Verkehrsschau wurde beratschlagt, was getan werden kann, um Mängel abzustellen. Gedacht ist unter anderem daran, die Parksituation in der Freudenstädter Straße vor der Bäckerei Hanselmann durch zwei Poller zu ordnen, die Sichtverhältnisse in der Kahräckerstraße/Ecke Auerhahnweg zu verbessern, indem man den Eigentümer der Hecke bittet, sie zurückzuschneiden, und die Einfahrt zum Büttnerhaus durch einen zweiten oder einen längeren Spiegel zu verbessern.

Ein großes Problem ist die Überschreitung der Geschwindigkeit. Angeregt wurden bauliche Maßnahmen – Verkehrsteiler am Ortsein- und Ortsausgang – und stationäre Blitzer.

Der Vorschlag, Ampeln aufzustellen, die erst dann von rot auf grün umschalten, wenn das vorgeschriebene Tempo eingehalten wird, hat die Verkehrsbehörde abgelehnt. Durch Messungen sollen verlässliche Zahlen über Verkehrsdichte und Stoßzeiten ermittelt werden.

In einem halben Jahr will man sich wieder zusammensetzen, um eine Zwischenbilanz zu ziehen und weitere Maßnahmen in Erwägung zu ziehen.

 
 
Kommentare (2)
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DEZ
17
Bürger, 16:57 Uhr

Ampel gute Idee

Ich finde auch, dass die Ampellösung die Beste Lösung darstellt. Ich kann dem Vorschreiber nur zustimmen, dass eine Ampel die Verkehrsteilnehmer am sichersten regelt. Wer rast muss warten.... und nur so kann man heutzutage anscheinend was bei bringen.

DEZ
15
Horst, 16:37 Uhr

Warum keine Ampeln

Ich verstehe nicht, warum der Vorschlag Ampeln aufzustellen abgelehnt werden soll? aus meiner Erfahrung heraus sind es gerade die Einheimischen, die in dern Ortschaften zu schnell fahren. Gerade durch Ettmannsweiler wird sehr oft mit viel zu hoher Geschwindigkeit durchgerast. Wenn hier so eine Ampel aufgestellt wird, wird sich das schnell beruhigen, wenn man hier ein paar Sekunden stehen muss. Doch so ein System kostet viel und bringt keine Einnahmen. Bei einem Blitzer könnte man ja noch ein bisschen Geld verdienen.... doch ist dieser Stationär. Im Blitzerbereich wird langsam gefahren um gleich danach wieder Tempo zu machen.