Simmersfeld Räte nehmen den Forst in Augenschein

Schwarzwälder-Bote, 01.05.2012 21:01 Uhr

Von Doris Sannert Simmersfeld. Die wirtschaftliche Nutzung und die nachhaltige Pflege standen beim Rundgang des Gemeinderats durch den Simmersfelder Gemeindewald mit dem neuen Forstrevierleiter Reiner Stoll im Mittelpunkt.Neben dem Gemeinderat war auch die Bevölkerung eingeladen.Von der Wolfsberghütte aus machte sich die Gruppe, zu der neben Bürgermeister Jochen Stoll auch Revierleiter Christoph Schöller und der Leiter des Forstbezirks Nagold, Johannes Fünfgeld, gehörten, auf den Weg zum ersten Besichtigungspunkt am Seelesweg. Dort wurde gezeigt, wie ein Kiefernaltbestand kurz nach der Holzernte aussieht. Dabei wurde deutlich gemacht, dass die vorhandene Naturverjüngung bestehend aus Tanne und Kiefer gepflegt werden müsse.

Beim Grasweg zeigte sich den Gemeinderäten ein jüngerer Waldbestand der hauptsächlich aus der amerikanischen Baumart Douglasie besteht. Ob der Forst auf sie wegen der Klimaveränderung in Zukunft verstärkt setzen sollte, darüber wurde ebenfalls diskutiert.

Dritter Anlaufpunkt war eine ehemalige Sturmholzfläche auf Gemarkung Fünfbronn. Wie die Waldwege nach einem Hieb schnell wieder in einen guten Zustand gebracht werden können, dafür hatte Revierleiter Reiner Stoll die passende Lösung parat. Er schlug vor, auch in Simmersfeld künftig ein Anbauwegpflegegerät, das an einen Schlepper montiert und flexibel eingesetzt werden kann, zu beschaffen.

Über die Holzernte in einem älteren Bestand sprach die Gruppe im Hagwald in Fünfbronn. Dort wurde ihr ein Holzbestand vor dem Eingriff gezeigt. In der kommenden Woche sollen die Arbeiten losgehen.

Weitere Themen waren der bundesweit zunehmende Wildverbiss und das Dreijährige Forstliche Verbissgutachten. Gesprochen wurde auch darüber, wie ein junger Forstbestand mit Hilfe eines Vollernters durchforstet werden kann, damit am Ende die Kosten niedrig, der Erlös hoch und die Schäden so gering wie möglich sind. Und schließlich ging es auch noch um die Brennholzlagerung im Wald und um den Seilwindeneinsatz bei der Brennholzaufarbeitung.

Nach mehr als drei Stunden trafen alle bei der Wolfsberghütte ein, um sich nach einer interessanten aber anstrengenden Tour zu stärken.

 
 
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