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Lippok braucht ihr gewohntes Umfeld: die Eltern und ihre Schulfreunde am Gymnasium, mit denen sie im nächsten Schuljahr in die elfte Klasse kommt. "In den vergangenen Jahren haben sich Silkes Leistungen unter diesen Bedingungen konstant gesteigert - warum sollten wir etwas ändern", sagt Gremmer. Deshalb wird Lippok auch in den nächsten beiden Jahren ihr Umfeld nicht verlassen. "Das ist neben der Disziplin mein Erfolgsgeheimnis", sagt sie.
Wenn große Wettkämpfe anstehen, geht Lippok ohnehin immer für zwei bis drei Wochen in den Olympia-Stützpunkt nach Heidelberg, um ein Gefühl für die 50-Meter-Bahnen zu bekommen. Das nächste große Ziel sind die Olympischen Spiele 2012 in London. "Wenn alles so weitergeht wie bisher, ist da was drin", sagt Lippok.
Immerhin muss sie auf dem Weg dahin nicht mehr jenes Ritual über sich ergehen lassen, das jedem Schwimmer bei der Aufnahme ins Nationalteam blüht: Er muss für einen Tag eine Aufgabe, vorgegeben von den Etablierten, erfüllen. Lippok musste sich in Heidelberg in Leoparden-Leggins und blau-pinkfarbenen Strähnchen bei Betrieben als Arbeitskraft bewerben. Völlig überraschend hat's nicht geklappt beim Bäcker oder Metzger. Dafür gab's wenig später drei Medaillen in Budapest. "Eine nette Entschädigung", sagt Ralf Gremmer und lacht.
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