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Berlinale - Wer etwas auf sich hält, gibt während der Berlinale einen Empfang. Der noch amtierende Bundespräsident, Produktionsfirmen, Fernsehsender und die SPD.
Fußläufig entfernt vom Potsdamer Platz liegt das Willy-Brandt-Haus, perfekt, um das Berlinale-Ghetto früher zu verlassen und die, zurzeit hoch brisante Verbindung zwischen Kultur und Politik, aus erster Hand zu erleben. Über mangelnden Zulauf können sich die Sozialdemokraten, zumindest an diesem Abend, nicht beklagen.
Neben einem bestens gelaunten regierenden Bürgermeister, präsentiert sich die gesamte deutsche Schauspielprominenz. Immerhin an der Wand - im Rahmen der Fotoausstellung von Jim Rakete. Wie Politik an der Basis wirklich funktioniert und warum sie oft gar nicht funktioniert, darüber erfährt man bei so einem Empfang natürlich nichts.
Hierfür sei nachdrücklich der neue Film von Andreas Dresen, „Herr Wichmann aus der dritten Reihe“ empfohlen. In der Dokumentation über einen brandenburgischen CDU Landtagsabgeordneten lernt man auch, was Schreiadler mit Radwegen zu tun haben und dass Frösche sich tatsächlich die Füße verbrennen können. Co-Produzent ist übrigens Peter Rommel. Ein Schwabe.
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