
Von Steffi Prutschke Seewald-Göttelfingen. Nach vier Jahren kehrten "Dui do on de Sell" alias Petra Binder und Doris Reichenauer am Samstagabend zurück zu den Sportfreunden Göttelfingen ins Bürgerhaus, das voll besetzt war.
Wie es den beiden lästernden Putzweibern in den Wechseljahren ergeht, erfuhren die vielen Zuschauer ohne Schönfärberei. Während sich die eine noch mit der elenden Schwitzerei quälte, war die andere bereits im Internet auf Männersuche. Und da beide sich von ihren Männern getrennt hatten, zogen die resoluten Schwäbinnen eine für Männer unschöne Bilanz über die Vor- und Nachteile des angeblich starken Geschlechts.
Auch beim Vergleich mit der Katze konnte der Mann nur verlieren, da das Schmusetier dankbar aus der Dose fresse, selbst wenn der Inhalt kalt sei und durch Kastrieren erfolgreich vom Streunen abgehalten werden könne.
Letztlich sei der Mann aber doch der Kopf einer Beziehung – die Frau aber der Hals, der dem Kopf die Richtung vorgebe. Außerdem sei es vorteilhaft, wenn frau Männer nur ambulant und nicht stationär aufnehme, am besten sogar nur saisonal, wenn die Männer die Frauen beispielsweise beim Schneeräumen entlasten könnten, zumal diese eh reine Befehlsempfänger seien.
Dennoch wollten die beiden Schwertgoschen ihr weiteres Dasein nicht ganz ohne Männer gestalten, so dass sie sich mit all ihren Waffen herausputzten, um auf Männerfang zu gehen. Während der Abend angeblich feucht fröhlich und amüsant war, verlief der Tag danach eher ernüchternd, und das Göttelfinger Publikum durfte zuschauen, wie eine der anderen bei der Erinnerung auf die Sprünge half.
Das Fazit war, dass die beiden überlegten, etwas für den nicht mehr so attraktiven Körper zu tun, was sie dann aber wieder im Keim erstickten. So wechselten die beiden zum Abschluss des Programms noch mal in ihre alten Rollen als Putzweiber und fegten schlagfertig und vorbehaltlos als Mariele und Karlene durch die Reihen, um das eine oder andere sogenannte Solardächle zu polieren, damit oben die Sonne reinscheinen und unten warmes Wasser rauskommen könne.
Der tosende Applaus bestätigte den beiden, dass sie mit ihren Aussagen nicht nur den einen oder anderen Nerv getroffen hatten, sondern dass sich eigentlich alle spätestens in jedem zweiten Schlagabtausch wiederfinden konnten.