Schwenningen (wk). "Es läuft sehr gut im Gemeindewald, wir freuen uns über stabile Preise auf hohem Niveau", hat Forstdirektor Jörg Scham dem Schwenninger Gemeinderat mitgeteilt. Das Interesse an Brennholz sei weiterhin hoch und die konstante Nachfrage beim Laubstammholz bestens. Auch die zunehmende Konkurrenz zwischen stofflicher und energetischer Verwertung beeinflusse die Preise. Bedingt durch die schwierige wirtschaftliche Situation seien Südländer wie Italien, Spanien oder Portugal beim Schnittholzimport von Nadelholz äußerst zurückhaltend geworden. Revierförster Jürgen Kuhl sprach von einem positiven, planmäßigen und unfallfreiem Forstjahr 2012 und stellte das Zahlenwerk dem Gemeinderat vor. Vom Einschlag mit geplanten 2300 Festmeter wurden tatsächlich nur 2000 Festmeter beansprucht, darunter 15 Prozent durch "zufällige Nutzung" wie Sturm- und Käferholz oder durch Rotfäule.

Statt der geplanten 129 700 Euro wurden 132 670 Euro Einnahmen verbucht. Dem stehen Ausgaben von 90 560 anstelle der geplanten 105 200 Euro gegenüber. Deswegen erhöhte sich auch der Gewinn von geplanten 24­­ 000 Euro auf 42­ 000 Euro. Das Jahr 2013 wird mit einem Holzeinschlag von 1565 Festmetern Nadelholz und 530 Festmetern Laubholz geplant. Insgesamt sieht der Plan Einnahmen von 128 900 Euro und Ausgaben von 103 900 Euro vor, so dass mit einem Gewinn von 25 000 Euro gerechnet wird. Was die Brennholzpreise betrifft, so folgte der Gemeinderat dem Vorschlag der Forstverwaltung, auf eine weitere Erhöhung zu verzichten. Erst vor einem Jahr wurden die Preise für den Ster Buchenbrennholz von 52,75 auf 62 Euro erhöht. 2012 wurden 230 Festmeter bestellt und ausgeliefert. Der Gemeinderat stimmte dem Betriebsplan 2013 einstimmig zu. Ebenfalls einstimmig erteilte das Gremium dem Bürger Johann Unger in den Gewannen Talwiese und Ziegelgrube die Aufforstungsgenehmigung mit Fichten und Douglasien.