
Von Michael Bundesmann
2. Bundesliga Süd: ASV Hüttigweiler – SV Triberg 14:24. Diese ganze Dramaturgie in dieser Liga um die Meisterschaft und den ungeliebten Aufstieg in die 1. Bundesliga taugt längst als Stoff für einen guten Kinofilm. Vor dem letzten Saisontag ist Triberg nun Erster, weil Benningen gleich mit 0:40 verliert.Weil zwei Benninger Ringer Übergewicht brachten, wurde der Heimkampf gegen Riegelsberg mit 0:40 gewertet. Die Triberger führen die Tabelle nun mit 26:8 Punkten an und empfangen am Samstag in einem schweren Derby RKG Freiburg. Die Schriesheimer, die sich klar zum Aufstieg bekannt haben, sind nach ihrem souveränen 26:13-Erfolg in Hausen-Zell nun Zweiter – punktgleich mit Triberg – und stehen am Samstag gegen Absteiger Viernheim vor einer leichteren Aufgabe als Triberg. Siegen beide Teams, würde um die Meisterschaft der direkte Vergleich zählen – und da wären die Triberger gegenüber Schriesheim hauchdünn im Vorteil.
Das am Wochenende aufgekommene Gerücht, dass nach dem höchstwahrscheinlichen Erstliga-Rückzug von Musberg in der Gruppe West, um die Sollzahl von zehn Teams wieder zu erreichen, auch der Zweitliga-Zweite aufsteigen kann, stimmt so (noch) nicht. Karl Rothmer, Präsident des Deutschen Ringerbundes und verantwortlich für die Bundesligen, bestätigt zwar, dass die Sollzahl von zehn Teams in der Gruppe West wieder erreicht werden soll, "doch wenn wir den Zweitliga-Vizemeister dazu bräuchten, geschieht dies natürlich nur auf freiwilliger Anfragebasis", so der DRB-Funktionär.
Tribergs Trainer Bernd Reichenbach ist die ganzen Diskussionen längst leid. "Ich bin dafür verantwortlich, mit meiner Mannschaft den optimalen Erfolg zu holen. Wir werden deshalb gegen Freiburg wieder das bestmögliche Team aufbieten. Ich persönlich hätte kein Prozent Angst davor, mit meinen Jungs diese Herausforderung oben anzunehmen." Tribergs Vorsitzender Mike Pfaff sieht es nicht so: "Wir dürfen kein finanzielles Risiko gehen." Im Klartext: Die Zwickmühle für den Aufsteiger wird immer größer. Die Übersicht: 55 kg/G: Johannes Wagner – Constantin Bolohan 1:3 PS (5:0, 0:1, 0:1, 0:2), 60 kg/F: Kim Horras – Robert Miuti 1:3 PS (0:1, 1:0, 0:1,0:5), 66 kg/G: Lukas Wagner siegt für Hüttigweiler kampflos,da Triberg keinen Ringer stellt. 66 kg/F: Danny Hippchen – Kirill Fadeew 3:0 PS (1:0, 2:0, 2:0), 74 kg/G: Christian Schwarz – Patrick Becker 3:0 PS (2:0, 1:0, 5:0), 74 kg/F: Mathias Schwarz – Viorel Ghita 2:3 PS (0:1, 4:0, 0:3, 1:0, 1:1), 84 kg/G: Till Bialek – Kai Rotter 0:3 PS (4:7, 0:1, 0:2). 84 kg/F: Tim Schreiner – Michael Kaufmehl 0:4 TÜS, 96 kg/G: Artur Weimer – Coskun Öztürk 0:4 TÜS, 120 kg/F: Jan Bialek – Sven Kiefer 0:4 TÜS.