Von Gunter Wiedemann

"Das war über weite Strecken unser bestes Auswärtsspiel dieser Runde", freute sich TV-Coach Günter Hones über einen starken Auftritt seiner Schützlinge in Wiesbaden. Doch der Tabellenführer der Dritten Liga siegte gegen Villingen knapp mit 3:1 19:25, 31:29, 25:18, 25:19).

Kurzfristig musste die erkrankte Zuspielerin Ramona Wolbert passen. Dafür sprang die erfahrene Miriam Senk ein. "Ihr gilt mein Dank. Sie hat das Spiel gut gesteuert", betonte Hones. Neben Miriam Senk setzte der Villinger Coach zunächst auf Cara Sander, Nadine Hones, Martina Bradakova, Lisa Schlosser und Nadja Jäckle.

Und diese machten vor 50 Zuschauern ihre Sache sehr gut. Gegen die "Wand" des Tabellenführers, Wiesbaden II hat zahlreiche Spielerinnen mit Gardemaß – über 1,90 m – in seinen Reihen, setzten die Gäste auf viel Risiko bei den Aufschlägen. Dieses wurde belohnt. "Am Ende waren es über 20 direkte Aufschlagpunkte", freute sich Hones, dass sein Team im ersten Satz den Spitzenreiter im Griff hatte. Deutlich mit 25:19 ging der erste Abschnitt an Villingen. Auch im zweiten Durchgang waren die Gäste am Drücker. Beim Stand von 24:22 hatten die TV-Damen zwei Satzbälle, also die große Chance, mit 2:0 in Führung zu gehen. "Ausgerechnet in dieser Phase haben wir einige Aufschläge verschlagen. Die Fehlerquote war zu hoch", musste Hones beim 27:26 zusehen, wie sein Team auch noch einen dritten Satzball vergab. Wiesbaden II entschied den umkämpften Durchgang noch mit 31:29 für sich, glich somit zum 1:1 aus. "Wären wir mit 2:0 in Führung gegangen, hätte Wiesbaden II wohl nicht am Ende gewonnen. Dies war auch die Meinung des VC-Trainers", blickt Günter Hones auf den Knackpunkt der Partie zurück. Der TV-Coach reagierte, brachte im dritten Satz Sandra Mihajlovic und Michelle Feuerstein für Lisa Schlosser und Nadine Hones. "Beide haben neuen Schwung in das Spiel gebracht", lobte Hones das Duo, das aber auch nicht verhindern konnte, dass der "Herbstmeister" die folgenden Abschnitte trotz einer guten Leistung der Villingerinnen mit 25:18 und 25:19 für sich entschied.

"Auf diese Leistung können wir dennoch aufbauen. Wir freuen uns nun alle auf das Heimspiel am kommenden Samstag gegen Saarbrücken. Da erwarte ich einen heißen Tanz", ist Günter Hones gespannt, wie sich sein Team gegen den Tabellennachbarn schlagen wird.