Von Gunter Wiedemannund Michael Bundesmann

Drittligist TV Villingen möchte auch beim Tabellendritten VC Neuwied am heutigen Nachmittag (16 Uhr) in der Erfolgsspur bleiben. Der Gastgeber hat auf jeden Fall großen Respekt vor dem Zweitliga-Absteiger.

Bereits um neun Uhr heute Vormittag macht sich das Villinger Team auf die rund 400 Kilometer Richtung Neuwied. Fehlern werden Miriam Senk und Lucie Drexlerova. Gut möglich ist, dass Neuzugang Cara Sander von Beginn an am Netz steht, da Nadine Hones wegen sehr starker schulischer Belastung in dieser Woche nicht komplett trainieren konnte. "Mit drei Seigen in Folge fahren wir natürlich zuversichtlich nach Neuwied und wollen dort auch etwas holen", stellt Villingens Coach Gnter Hones klar. "Wiederum aggressive Aufschläge und natürlich eine stabile Annahme sollen bei uns die Grundlage bilden, um auch dort etwas zu erreichen. Die vergangenen, etwas kuriosen Ergebnisse haben ja gezeigt, wie ausgeglichen die Liga ist, deshalb stehen wir sicherlich nicht vor einer unmöglichen Aufgabe." Über den Gegner weiß Hones im Moment noch nicht so viel. "Positiv ist aber, dass dort einige Zuschauer in der Halle sind, da lässt es sich auch für meine Mannschaft besser spielen, als manchmal vor nur 20 Zuschauern." Mit einem vierten Sieg in Serie hätten die Villingerinnen dann erstmals in dieser Saison ein positives Punktekonto.

Auch in Neuwied herrscht große Vorfreude auf das Duell in der Halle des Rhein-Wied-Gymnasiums. "In dieser ausgeglichenen Liga macht es einfach Spaß", ist VC-Trainer Tom Scheer gespannt, wie sich seine Mannschaft schlagen wird. Übrigens – Scheer betreut das Team erst seit dieser Runde, kennt seine Schützlinge aber viel länger. "Ich war früher Nachwuchstrainer. Meine damaligen Spielerinnen bilden nun den Kern des Drittliga-Teams", besteht das Neuwieder Team aus vielen jungen Akteurinnen, die zusammen im vergangenen Jahr bei der U20-DM den siebten Platz belegten. Übrigens – das Saisonziel bleibt trotz des derzeitigen dritten Platzes der Klassenerhalt.

"Der TV Villingen ist schon eine Hausnummer. Aber natürlich wollen wir die Partie gewinnen", so Scheer, der heute auf 150 bis 200 Zuschauer hofft. Neuwied verlor zuletzt zwar mit 0:3 in Biberach, feierte aber zuvor einen 3:0-Heimsieg gegen Tabellenführer Wiesbaden II.