Von Gunter Wiedemann

Gleich zwei Premieren feierte Drittligist TV Villingen beim 3:2 (16:25, 24:26, 25:22, 25:19, 15:13)-Sieg in Schmiden. Es war nicht nur der erste Auswärtserfolg für die Truppe um Coach Günter Hones, sondern der TV schaffte es auch erstmals, einen 0:2-Rückstand wettzumachen.

"Wir haben große Moral bewiesen, nie aufgegeben. Es macht sich immer mehr bezahlt, dass gerade die vier A-Jugendlichen in der vergangenen Runde in der 2. Bundesliga wichtige Erfahrungen sammelten", freute sich Hones über den wichtigen Sieg beim Abstiegskandidaten aus Schmiden.

Dabei setzte Hones, der bis auf Lucie Drexlerova alle Spielerinnen an Bord hatte, zunächst auf die Spielerinnen, die zuletzt Ulm in der eigenen Halle mit 3:0 geschlagen hatten. Doch im ersten Satz kamen die Gäste nicht in Schwung. "Den haben wir verschlafen. Zuspiel, Annahme oder Aufschlag, da klappte nichts", sah Hones einen verdienten 25:16-Satzgewinn des Gastgebers. Der TV-Trainer reagierte, brachte für seine Tochter Nadine Cara Sander auf das Feld. Diese Maßnahme bewährte sich, zudem bekamen die Villingerinnen die starke Diagonalspielerin aus Schmiden immer besser in den Griff. Der TV führte mit 24:19, hatte fünf Satzbälle. Doch Schmiden wehrte diese nicht nur ab, sondern entschied den zweiten Abschnitt vor nur 40 Zuschauern noch mit 26:24 für sich. "Das war eine Kopfsache", ärgerte sich Hones über die 2:0-Führung der Gastgeberinnen.

Die Statistik sprach nun gegen den TV. Noch nie hatten die Doppelstädterinnen unter Hones einen 0:2-Rückstand aufgeholt. Villingen kämpfte aber weiter, spielte gut und holte sich mit 25:22 den dritten Satz, in dem der TV-Trainer in der Schlussphase Nadine Hones für Michelle Feuerstein einwechselte. Im vierten Satz ließen die Gäste dann nichts anbrennen. Dieser ging deutlich mit 25:19 an den TV, der Tiebreak musste somit entscheiden. Und in diesem lief zunächst wenig bei den Villingerinnen. Schmiden führte mit 5:0 und dann mit 10:4, wenig sprach für den ersten Auswärtssieg des TV, seit Hones das Team betreut. Nach einer letzten Auszeit wendete sich aber das Blatt. Nach einem 7:0-Lauf lagen die Villingerinnen plötzlich mit 11:10 vorne, bevor sie nach genau 100 Spielminuten den Matchball zum 15:13 verwandelten.

Damit hat der TV Villingen mit nun 6:8 Punkten in einer ausgeglichenen Liga den Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt.