(bu). In der 2. Regionalliga bleiben die Schwenninger Panthers nach ihrem 72:70 (21:19, 15:22, 14:9, 22:20)- Heimerfolg gegen TSG Schwäbisch-Hall vor 400 Zuschauern an der Tabellenspitze. Die Gäste waren dabei der erwartet schwere Gegner. Das Spiel blieb bis in die Schlusssekunde hinein spannend – am Ende hatten die Panthers aber die besseren Nerven.

Das Spiel begann jedoch aus Sicht der Panthers alles andere als ideal. Die Gäste legten einen Blitzstart hin und führten bereits nach 1:01 Minuten mit 6:0, ehe die Panthers mit einer Auszeit reagierten. Viel half dies zunächst nicht. Angeführt von einem starken Ralph Idler und Ex-Profi Radovan Cavlin setzte sich Schwäbisch Hall mit 11:2 in Front. Die Trefferquote der Panthers blieb zunächst hinter den Erwartungen.

Über eine dann gute Defense des gesamten Teams und harter Reboundarbeit, bei der sich insbesondere Christian Gundlach und Mensah Taylor hervortaten, kamen die Panthers zurück ins Spiel. Beide Akteure bildeten mit ihrer Athletik auch offensiv wichtige Faktoren. Zudem zeigte Kristian Borisov als Spielmacher seine Klasse und stellte seinen namhaften Kontrahenten Sormaz klar in den Schatten. Mit klasse Pässen, guter Wurfquote und gezieltem Zug zum Korb agierte der Bulgare herausragend. Die Gäste ließen sich aber nicht abschütteln. Dank des ebenfalls sehr starken Dragan Damjanovic (mit 25 Punkten der Top-Scorer der Partie) agierten die Schwäbisch-Haller stets auf Augenhöhe. Die Führung wechselte so mehrfach.

Im letzten Viertel konnten sich die Panthers dann leicht absetzen und auf acht Punkte davonziehen. Clever spielten die Panthers die Uhr runter, ehe es in der Schlussminute noch einmal wegen der Foulbelastung eng wurde. Taylor wurde ausgefoult, Topic und Gundlach waren mit vier Fouls belastet und bei den gegnerischen Freiwürfen kassierten die Panthers unnötige Offensivrebounds. Dank Kristian Borisov und Tomi Topic, die in der Schlussphase die Nerven behielten, wurde der Vorsprung jedoch über die Zeit gebracht.

Panthers-Coach Alen Velcic sprach anschließend "vom besten Spiel seit drei Jahren in der Deutenberghalle". Gästetrainer Jurica Puljic, der ohne seinen Assistenten, den Ex-Panthers Sova Taletovic, nach Schwenningen gekommen war, haderte nach dem Spiel mit der Wurfquote seines Teams, konstatierte aber "ein gutes und intensives Spiel von beiden Seiten". Punkte Panthers: Borisov (22), Taylor (21), Topic (16), Gundlach (7) und Thiam (6.).