Durch den deutlichen 4:0-Derbysieg beim Aufsteiger Tannheim verteidigte der SV Überauchen den dritten Tabellenplatz und reduzierte den Rückstand auf die DJK Villingen auf zwei Punkte. Der 34-jährige Jan Hirsch, der die Brigachtäler zu Beginn der Vorsaison als Spielertrainer übernahm, zeigte sich mit dem bisherigen Abschneiden durchaus zufrieden.

Herr Hirsch, wie kommentieren Sie das klare 4:0 in Tannheim?

Auf dem kleinen Tannheimer Hartplatz nahm ich einige Umstellungen vor, die sich bewährten. So ließen wir nur wenige gegnerische Chancen zu, nutzten unsere eigenen Möglichkeiten und kamen zu einem verdienten Sieg.

Wie lautet Ihre Zwischenbilanz, warum tat sich Überauchen beim Saisonstart so schwer?

Mit dem Saisonverlauf und den bisher 32 Punkten bin ich zufrieden. Wie schon im Vorjahr hatten wir zu Beginn der Runde – vor allem urlaubsbedingt – viele Ausfälle und waren erst Mitte September komplett. Eine Serie von acht Siegen in Folge brachte uns an die Tabellenspitze, ehe wir durch zwei Niederlagen zurückfielen. Dabei boten wir bei der 1:4-Heimniederlage gegen Bad Dürrheim II eine schwache Leistung und gerieten durch einen gegnerischen Doppelschlag auf die Verliererstraße, während wir eine Woche später in Bonndorf mit den schwierigen Verhältnissen auf dem Hartplatz zu kämpfen hatten. Irgendwie kamen wir damals in unseren Köpfen mit der ungewohnten Situation als Tabellenführer nicht zurecht.

Wie wichtig ist der Spieler Jan Hirsch für die Mannschaft?

Das ist natürlich schwer zu sagen. Fakt ist, dass wir in den ersten drei Spielen, in denen ich nicht dabei war, nur einen Punkt holten, und anschließend mit mir zusammen acht Mal gewannen. Ich denke, die Spieler haben im Grunde fußballerisch alles drauf, brauchen jedoch meine Präsenz als Führungsspieler.

Mit welchen Zielen gehen Sie nach der Winterpause in die restlichen Spiele – und vorher in die beiden Partien gegen das Führungsduo?

Unser Saisonziel war von Anfang an ein Platz unter den ersten fünf Teams, denn wir wollen nicht im Mittelfeld herumgurken, sondern langfristig in die Landesliga zurückkehren. Am nächsten Sonntag daheim gegen Löffingen und im Nachholspiel bei der DJK Villingen ist alles möglich. Zwei Siege wären ein Traum, vier Punkte mein Wunschergebnis. Und wenn es ganz schlecht läuft, stehen wir am Schluss mit leeren Händen da.

u  Die Fragen stellte Georg Wild